Graubünden

Wegen vielem Schnee: Jetzt werden Wildtiere notgefüttert

Nach den starken Schneefällen der vergangenen Tagen hilft der Kanton Graubünden Wildtieren mit Futter. Denn das, was Rehe, Hirsche, Gämsen und Steinböcke im Winter zum Fressen aus dem Schnee scharren können, steckt nun unter einer dicken Schneedecke.

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Wegen des vielen Schnees finden die Graubündner Hirsche in höheren Lagen kaum Futter. Der Kanton hat deshalb Notfütterungen angeordnet. (Themenbild)

Wegen des vielen Schnees finden die Graubündner Hirsche in höheren Lagen kaum Futter. Der Kanton hat deshalb Notfütterungen angeordnet. (Themenbild)

KEYSTONE/EPA DPA/FELIX KAESTLE

Vorgesehen ist, für die Tiere Heu bereitzustellen und Prossholz zu schneiden. Gemeint sind Stämmchen und Äste aus weichem Holz, deren Rinde oder auch Knospen die Wildtiere abfressen können. Ausserdem soll den Tieren Ruhe verschafft werden. Werden sie aufgeschreckt, brauchen sie zum Flüchten viel Energie.

Der ausserordentlich viele Schnee in höheren Lagen schränke die Bewegungsfreiheit der Tiere stark ein, schrieb der Kanton Graubünden am Donnerstag. Am härtesten trifft der Winter junge Tiere mit noch wenig Fettreserven.

Doch Achtung: Wer die Tiere füttert, kann sich strafbar machen, wie die "Nordwestschweiz" berichtet hat.

Davos-Klosters versinkt im Schnee:

Die Graubündner Regionen hat für ausserordentliche Winter regionale Konzepte bereit. Ob die Tiere gefüttert werden dürfen, entscheidet das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement auf Antrag des Amtes für Jagd und Fischerei. Die Hegeorganisation des Patentjägerverbandes, der Forstdienst und die Wildhut übernehmen das Füttern.

Dass so vorgegangen wird, ist eine Ausnahme. Wildtiere seien grundsätzlich in der Lage, auch harte Winter zu überstehen, schreibt der Kanton. In den meisten Wintern müssten sie deshalb nicht gefüttert werden, und im Normalfall ist das Füttern verboten.

Der Kanton weist ausserdem auf die Bedeutung der Jagd hin: Insgesamt rund 14'000 Hirsche, Rehe, Gämsen und Steinböcke seien im Herbst geschossen worden. Damit seien die Bestände an die Kapazität der Wintereinstandsgebiete angepasst worden.

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