Welche Fragen die Post klären will

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Die Postauto AG hat zwischen 2007 und 2015 gesetzeswidrig Subventionen von 78 Millionen Franken einkassiert. Die Post-Tochter hatte während Jahren Gewinne aus dem subventionierten Regionalverkehr in die Sparte «Übrige» verschoben. Dadurch hat sie die Gewinne im subventionierten Bereich kleingerechnet. Bei den Verhandlungen mit Bund und Kantonen konnte sie so höhere Abgeltungen erzielen. Die Post anerkennt die gesetzeswidrigen Handlungen und hat angekündigt, die 78 Millionen zurückzuzahlen. Gegenwärtig untersuchen die Anwaltskanzlei Kellerhals Carrard und die Beratungsfirma Ernst & Young die Affäre für die Post. Der Verwaltungsrat erwartet bis im Mai erste Aufschlüsse über die Vorgänge. Zentrale Fragen sind: Wer hat von den Umbuchungen wann gewusst? Was war das Motiv? Weshalb haben alle internen und externen Kontrollmechanismen versagt? Wer trägt die Verantwortung? Parallel dazu läuft die strafrechtliche Untersuchung. Der Bund hat eine Strafanzeige eingereicht.(red)