WETTBEWERB: Die besten Chläuse kommen aus Auw

Die besten Samichläuse kommen aus Auw. Mit den Auwer-Chläusen geht der Weltmeistertitel wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012 bereits zum vierten Mal ins Freiamt.

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Die besten Chläuse kommen aus Auw: (von links) Patrick Kurmann, Toni Zimmermann, Urs Villiger und Philipp Rebsamen. (Bild: pd)

Die besten Chläuse kommen aus Auw: (von links) Patrick Kurmann, Toni Zimmermann, Urs Villiger und Philipp Rebsamen. (Bild: pd)

Die Einwohnergemeinde Auw, die an der Grenze zum Kanton Luzern liegt, beherbergt die besten Chläuse der Welt. Ausgezeichnet wurden diese am Samstag am ClauWau in Samnaun. Zur Wintersaisoneröffnung reisten die Nikoläuse aus aller Welt an, um die Besten ihrer Branche zu küren. Mitten im Skigebiet der Silvretta Arena Samnaun/Ischgl auf der Alp Trida mussten die Anwärter ihr Können zeigen: Geschenke organisieren, richtig ausliefern, Kamine hochklettern, Schlitten fahren und vieles mehr sind da für das Anforderungsprofil eine reine Selbstverständlichkeit.

Den in 4er-Teams antretenden Mannschaften wurde alles abverlangt. Bei der ersten Disziplin, der «Santa’s Stafette» starteten zwei Teams gleichzeitig. Der erste Vertreter der Gruppe musste sich ein Paar Fassdauben anziehen. Der zweite setzte sich auf das E-Schneemobil. Nun galt es, einen Parcours zu bewältigen, wobei der Schneemobilfahrer den Fassdaubenfahrer hinter sich her ziehen musste. Beim Übergabepunkt angekommen, klatschte der Fassdaubenfahrer einen Schneeschuhläufer ab. Dieser rannte dann wieder zum Start und klatschte dort den letzten Schneemobilfahrer ab, welcher nun durch einen Slalom ins Ziel fahren musste.

Die Disziplin «Santa's Skifox» sorgte für spektakuläre Fahrten. Die Teammitglieder erhielten einen Skifox. Mit dieser Ausrüstung erklommen alle den Abfahrtshang. Oben angekommen, setzen sich die Nikoläuse auf ihren Skifox und fuhren möglichst schnell einen Slalom hinab. In dieser Disziplin war Schnelligkeit und Teamgeist gefordert. Die Zeit wurde erst gestoppt, wenn das letzte Teammitglied im Ziel war.

Zur Halbzeit der Vorrunde lagen die Auwer-Chläuse bereits an der Spitze. Kommt der Nikolaus nach wie vor ohne Probleme einen Kamin hoch? Bei der anschliessenden Disziplin musste ein Sack voller Geschenke von jedem Teammitglied auf einen fünf Meter hohen Kamin gebracht werden. Nachdem die Glocke geläutet und anschliessend der Sack zu Boden fallen gelassen wurde, durfte der nächste Nikolaus aus dem Team mit dem Sack starten. Die Zeit wurde gestoppt, als der letzte Nikolaus wieder heil am Boden angekommen war.

Des Weiteren stand die Disziplin «Santas-Clauben» an. Mit einer XXL-Nikolausmütze liefen die Teams durch einen Parcours, der mit Paketen bestückt war, welche es «aufzuclauben» galt. Das ganze Team war unter der mit Gucklöchern versehenen Nikolausmütze und musste möglichst schnell viele Pakete ins Ziel bringen.

Nach diesen vier Disziplinen war die Vorrunde beendet. Die Auwer-Chläuse konnten sich als bestes Team der Vorrunde für das grosse Finale um den Titel «Weltmeister der Nikoläuse» qualifizieren.

Das Finale bestand aus der Disziplin «Santa’s Finale Stafette». Diese Stafette verlief nach dem KO-System. In der ersten Runde traten das 1. und 4. sowie das 2. und 3. platzierte Team der Vorrunde gegeneinander an. In der zweiten Runde kämpfte der Verlierer der 1. Runde um den 3. und 4. Rang. Die Gewinner, somit auch die Auwer-Chläuse kämpfen um den 1. und 2. Rang. Zwei Mitglieder des Teams starteten am Berg und fuhren mit Fasstauben die Piste hinunter. Sobald sie im Ziel waren, mussten alle Teamitglieder zusammen einen überdimensionalen Samichlaushut auf zwei Holzlatten eine Strecke von rund zwanzig Metern balancieren. Wurde dies erfolgreich absolviert, so musste wiederum das ganze Team den Berg hinauf springen, sich auf den bereitstehenden Heuschlitten setzen und möglichst ohne Zwischenfälle den Hang bis in Ziel hinunter fahren.

Die Auwer-Chläuse gewannen mit einer Schlittenlänge Vorsprung hauchdünn ihren Halbfinal und konnten sich somit für das grosse Finale qualifizieren. Im Final standen sie dem Team Malser-Sportichläuse gegenüber. Die Auwer-Chläuse konnten sich gegen dieses Team durchsetzen. So ging der Nikolaus-Weltmeister-Titel an die Auwer-Chläuse aus dem Freiamt. Sie durften einen Check von 2‘000 Franken sowie eine aus Holz geschnitzte Trophäe entgegennehmen.

pd/nop

Die besten Chläuse mit ihrer hölzernen Trophäe: (von links) Toni Zimmermann, Urs Villiger, Philipp Rebsamen und Patrick Kurmann. (Bild: pd)

Die besten Chläuse mit ihrer hölzernen Trophäe: (von links) Toni Zimmermann, Urs Villiger, Philipp Rebsamen und Patrick Kurmann. (Bild: pd)