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Willisau: «Päckli-Fabrik» kommt vor Bundesgericht

Der Neubau des neuen Logistikzentrums der Competec-Gruppe in Willisau verzögert sich weiter. Zwei Privatpersonen ziehen mit ihrer Einsprache vor Bundesgericht. Competec-Inhaber Roland Brack nimmt den Entscheid «mit grosser Sorge» zu Kenntnis, er treibt dafür den Ausbau des bestehenden Gebäudes «massiv» voran.
Roman Schenkel
Competec-Inhaber Roland Brack muss weiter auf Grünes Licht für sein geplantes Logistikzentrum in Willisau warten. (Bild: Pius Amrein (25. August 2016)

Competec-Inhaber Roland Brack muss weiter auf Grünes Licht für sein geplantes Logistikzentrum in Willisau warten. (Bild: Pius Amrein (25. August 2016)

Noch in diesem Jahr wollte Competec-Inhaber Roland Brack mit dem Neubau seines neuen Logistikzentrums in Willisau beginnen. Doch nun muss die Mutterfirma des Onlinehändlers «brack.ch» weiter mit dem Spatenstich zuwarten. Zwei Privatpersonen haben den Entscheid des Luzerner Kantonsgerichts ans Bundesgericht weitergezogen. Dies bestätigen die beiden Beschwerdeführer gegenüber «SRF News».

Competec-Inhaber Roland Brack nimmt den Entscheid «mit grosser Sorge» zu Kenntnis. Da er noch nicht von offizieller Seite informiert wurde, will er zum Inhalt der erneuten Beschwerde keine Stellung beziehen. «Das Bundesgericht wird nun zuständig sein, den Inhalt zu beurteilen», lässt Brack in einer Stellungnahme verlauten.

Competec will andere Projekte vorziehen

Ganz unerwartet treffe ihn die Beschwerde aber nicht: «wir haben Vorkehrungen getroffen, uns mit der Situation zu arrangieren und andere Projekte vorzuziehen», so Brack. Die Einsprache dürfte die Competec-Gruppe im Zeitplan rund ein weiteres halbes Jahr zurückwerfen. «Darauf müssen wir uns einstellen», schreibt Brack.

In der Zwischenzeit wolle er die Energie und die Ressourcen in einen massiven Ausbau des bestehenden Gebäudes stecken. «Wir sind glücklich darüber, dass wir im Juli die Baubewilligung für eine dritte AutoStore-Anlage erhalten haben und den internen Ausbau unserer Kapazität voll vorantreiben können.» Die Planung laufe bereits auf Hochtouren. Über das Projekt werde Competec zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich informieren, sobald die Ausführungs-Planung abgeschlossen sei.

Die Auto-Store-Anlage ab Minute 2:35 im Video

Die Auto-Store-Anlage ist ein vollautomatisiertes Kleinteilelager, das auf wenig Fläche besonders viele Artikel unterbringt. Das Lager wird von Roboter-Fahrzeugen bewirtschaftet. Laut «brack.ch» sind diese Lager ein wichtiger Faktor, dass die Lieferversprechen eingehalten werden können.

100 neue Stellen sollen geschaffen werden

Mit dem nun erneut blockierten Gebäude soll die Lagerfläche in Willisau um einen Drittel vergrössert werden. Weil das Gebäude über 31 Meter hoch geplant ist, wird der Platz im Vergleich zu heute mehr als verdoppelt. Auf rund 10 000 Quadratmetern Landfläche sollen über 20 000 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen werden. Genutzt werden soll der Platz insbesondere für die Lagerung von Mittel- und Grossteilen.

Langfristig rechnet Competec mit einer Verdoppelung des Gruppenumsatzes von aktuell mehr als 600 Millionen Franken. Zudem soll die Belegschaft in Willisau von derzeit 150 auf bis zu 250 Personen wachsen. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 50 Millionen Franken.

Bereits zwei Jahre Verzögerung

Doch mittlerweile hat das Projekt zwei Jahre Verzögerung. Zwei Privatpersonen aus Willisau stören sich an dem Volumen des geplanten Neubaus. Sie wollen die Höhe des Logistikcenters auf maximal 20 Meter begrenzen lassen. Man müsse Orts- und Landschaftsschutz sowie private Interessen gebührend berücksichtigen, lautet ihre Argumentation. Beim Streit geht es auch darum, dass das geplante Gebäude die Aussicht der beiden Privatpersonen tangieren würde.

Vor dem Bundesgericht kommt der Rechtsstreit nun in die finale Runde. Nachdem die zwei Nachbarn das Projekt blockiert hatten, erteilte im Herbst 2016 die Stadt Willisau die Baubewilligung. Danach gelangten die Privatkläger ans Luzerner Kantonsgericht . Das Gericht hiess die Beschwerde aufgrund von Formfehlern gut und der Willisauer Stadtrat musste das Projekt ein zweites Mal prüfen. Darauf erteilte der Stadtrat Willisau erneut grünes Licht für die Baubewilligung, es folgte jedoch die erneute Einsprache vor Kantonsgericht. Anfang Juli 2018 wies das Luzerner Kantonsgericht die Einsprache ab. Nun wird aber auch dieser Entscheid angefochten.

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