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Windenergie: Es braucht ein Umdenken

Inland Redaktorin Maya Briner über Windkraftwerke und Voraussetzungen für eine Energiewende.
Maja Briner
Maya Briner, Redaktorin Inland (Bild: Urs Bucher)

Maya Briner, Redaktorin Inland (Bild: Urs Bucher)

Die Windenergie bringt Landschaftsschützer in die Zwickmühle. Einerseits sind sie gegen Atomkraftwerke und fossile Energien wie Kohle oder Erdgas. Daher befürworten sie die Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Wasser oder Wind. Andererseits steigen sie oft auf die Barrikaden, sobald es um den Bau von Windkraftwerken geht. Diese verschandelten die Landschaft und seien eine Gefahr für Vögel, kritisieren sie.

Doch jetzt braucht es ein Umdenken, denn der politische Wind hat gedreht. Das Stimmvolk hiess vergangenes Jahr die Energiestrategie 2050 gut und sagte damit Ja zu einem Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Ziele sind ambitioniert. Die Schweiz startet bei der Sonnen- und Windenergie auf relativ bescheidenem Niveau. Um die Energiewende zu schaffen, braucht es daher von allen Seiten Kompromissbereitschaft – auch von Umweltschützern.

Das heisst nicht, dass künftig auf jedem zweiten Hügel Rotorblätter drehen sollen, im Gegenteil. Windpärke sollen nur dort gebaut werden, wo sie sinnvoll und landschaftlich vertretbar sind. Solche Standorte finden sich nicht zuhauf. Umweltschützern könnte bei der Planung eine wichtige Rolle zukommen: Sie können mitbeurteilen, an welchen Orten Windkraftwerke ein zu grosser Eingriff in Natur und Landschaft sind. Glaubwürdig ist ihre Meinung aber nur, wenn sie auf flächendeckenden Widerstand verzichten.

Wichtig ist bei der Planung aber auch die Bevölkerung. Die Verantwortlichen müssen die Anwohner frühzeitig mit einbeziehen – so wie dies beim Windpark-Projekt auf dem Lindenberg zwischen Aargau und Luzern bislang geschieht.

Maja Briner

schweiz@luzernerzeitung.ch

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