WINTERTHUR: An'Nur-Moschee: Acht Festgenommene sollen in Untersuchunghaft

Nach den zehn Festnahmen im Umfeld der umstrittenen Winterthurer An'Nur-Moschee hat die Staatsanwaltschaft in acht Fällen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Eine Person wurde auf freien Fuss gesetzt.

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Medien vor dem Eingang der An'Nur-Moschee in Winterthur, nach der Polizei-Razzia im November 2016. (Bild: KEYSTONE/Walter Bieri)

Medien vor dem Eingang der An'Nur-Moschee in Winterthur, nach der Polizei-Razzia im November 2016. (Bild: KEYSTONE/Walter Bieri)

Die zuständige Staatsanwältin, Susanne Steinhauser, bestätigte am Mittwochabend entsprechende Medienberichte. Unter den Verhafteten ist ein 17-Jähriger. Er befindet sich im Gewahrsam der Winterthurer Jugendanwaltschaft.

Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden hatten am frühen Dienstagmorgen in Winterthur und Umgebung zehn Männer im Alter zwischen 17 und 53 Jahren aus dem Umfeld der An'Nur-Moschee verhaftet.

Ihnen wird vorgeworfen, am 22. November 2016 in der An'Nur-Moschee zwei Glaubensbrüder massiv geschlagen, misshandelt und eingeschlossen zu haben. Zudem sollen die mutmasslichen Täter ihre beiden Opfer sowie deren Familien auch mit dem Tod bedroht haben.

Die Justiz ermittelt wegen Angriffs, Drohung, Nötigung und Körperverletzung. Dazu kommt Freiheitsberaubung.

Zur heftigen Auseinandersetzung in der Moschee dürfte es im Zuge einer kritischen Medienberichterstattung gekommen sein: Die beiden Angegriffenen wurden offenbar des Verrats beschuldigt. Sie sollen einem Journalisten Informationen über eine umstrittene Predigt weitergegeben haben.

sda