Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Wir erwarten nun entschlossene Massnahmen»

Nachgefragt
Céline Amaudruz (38), Nationalrätin (GE), Vizepräsidentin SVP Schweiz. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Céline Amaudruz (38), Nationalrätin (GE), Vizepräsidentin SVP Schweiz. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Céline Amaudruz, die SVP ist erfolgsverwöhnt. Nun verliert sie mehr als die Hälfte der Sitze im Neuenburger Kantonsparlament. Was ist mit der Partei los?

Wir haben es in Neuenburg effektiv mit einer Ausnahmesituation zu tun. Unsere Partei ist in dem Kanton immer noch relativ jung und hatte in letzter Zeit mit beträchtlichen, auch internen Problemen zu kämpfen. Trotzdem ist klar: Es ist der Partei nicht gelungen, die Wähler zu überzeugen. Das muss selbstkritisch analysiert werden, und dann erwarten wir entschlossene Massnahmen von den Neuenburgern. Dabei ist auch die Frage zu stellen, wer in Neuenburg künftig die Führung übernimmt.

Ist die Niederlage also ein Neuenburger Problem und keines der SVP Schweiz?

Jetzt sind sicherlich in erster Linie einmal die Verantwortlichen der SVP Neuenburg gefragt. Wir stehen beratend zur Verfügung, aber im Vordergrund stehen die gewählten Parlamentarier auf kantonaler wie nationaler Ebene, welche den Kern für einen Neubeginn bilden müssen.

Generell ist festzustellen, dass sich die SVP in der Westschweiz schwertut: In den kantonalen Exekutiven ist sie nicht mehr vertreten, und in Fribourg, im Wallis und nun in Neuenburg war man nicht erfolgreich. Der erhoffte Parmelin-Effekt ist nirgendwo eingetreten.

Bundesrat Parmelin macht eine sehr gute Arbeit in Bern, das können Sie mir glauben. Es braucht sicherlich noch etwas Zeit, bis dies auch in der Romandie zur Kenntnis genommen wird.

Wird die SVP im Welschland am Ende lediglich als Deutschschweizer Partei verstanden, was Welsche vielleicht abschreckt?

Das glaube ich nicht. Wir sind inzwischen doch seit Jahren in der ganzen Romandie präsent, und Sie sagen es selber: Wir haben sogar einen welschen Bundesrat.

Müsste die SVP sich nicht grundsätzliche Überlegungen machen, was die Westschweiz angeht? Man hört, dass Parteimitglieder Nachteile in Kauf zu nehmen hätten – etwa in der Berufswelt. Das kann Ihnen doch nicht gleichgültig sein.

Solche Überlegungen machen wir uns. Auf jeden Fall. Die Romandie hat für uns Priorität. Es gibt keine Ausreden: Politischen Erfolg in Wahlen und Abstimmungen auch auf kantonaler Ebene kann man nur erreichen durch harte politische Arbeit. Es führt auch in den welschen Kantonen kein Weg vorbei an langjährigem, zähem Engagement auf der Strasse, nahe bei der Bevölkerung.

Sie sind seit einem Jahr in der Parteileitung. Wie sehr beissen Sie die wenig positiven Nachrichten aus der Westschweiz, dies umso mehr, als es auch bei Abstimmungen nicht so gut lief? Fühlen Sie sich deswegen unter Druck?

Ich wusste von Anfang an, dass wir gerade auch in der Westschweiz noch viel Arbeit vor uns haben. Ich sehe die jüngsten Resultate auch als Chance und Motivation, zeigen sie uns doch auch auf, wo wir anzusetzen haben.

Hat die SVP ihre maximale Expansion erreicht?

Vielleicht, in gewissen Kantonen in der Deutschschweiz. In der Romandie sicher noch lange nicht, das zeigen gerade die jüngsten Resultate. Da gibt es noch viel Potenzial für uns.

Wie lautet Ihre Strategie zur Eroberung der Westschweiz?

Das werde ich Ihnen natürlich nicht verraten. (cla)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.