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Zivildienst-Hürden sind nicht zwingend

Bundeshaus-Redaktor Tobias Bär zu den erhöhten Zivildienst-Hürden.
Tobias Bär
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Der Zivildienst boomt. Zu spüren bekommt dies die Armee. Deren Chef, Philippe Rebord, schiesst denn auch gegen den «zu attraktiven» Ersatzdienst. Tatsächlich kann man darüber diskutieren, ob die Hürden erhöht werden sollen, wie dies der Bundesrat nun vorschlägt. Störend ist allerdings, dass die Regierung nur jene ins Visier nimmt, die aus dem Militär in den Zivildienst «abschleichen». Für jene, welche sich von Beginn weg für den Zivildienst entscheiden, soll sich nichts ändern.

Und: Wenn wie im vergangenen Jahr 3300 Armeeangehörige in den Zivildienst wechseln, dann ist dies nicht nur ein Zeichen für die Attraktivität des Ersatzdienstes – sondern auch für die Unattraktivität der Armee. Deren Spitze hat inzwischen reagiert. Die Rekruten sollen nicht mehr gleich zum Aus­bildungsstart an ihre Grenzen gebracht werden. Bis die Vorlage mit den höheren Hürden für den Zivildienst vorliegt, sollte klar sein, ob die Anstrengungen der Armee Früchte tragen. Tun sie dies, kann die bürgerliche Mehrheit im Parlament getrost auf Verschärfungen verzichten. Andernfalls müsste sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es ihr nicht um die Sicherung des Armeebestandes geht. Sondern dass sie den zivilen Ersatzdienst aus rein ideologischen Gründen schwächen will.

Tobias Bär

schweiz@luzernerzeitung.ch

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