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ZÜRICH: «Auch die Schweiz ist verwundbar»

Gemäss Sicherheitsexperte Kurt R. Spillmann ist auch die Schweiz verwundbar - als Teil des westlichen, offenen Systems. Allerdings stehe sie nicht ganz oben auf der Liste der Terroristen. Dennoch rät er, Sicherheitskooperationen sowie insbesondere elektronische Überwachungen zu verstärken.
Nach den Anschlägen von Paris markiert die Polizei in der Schweiz verstärkt Präsenz auch in grösseren Bahnhöfen. Im Bild: Beamte der Zürcher Stadtpolizei im Hauptbahnhof am Samstag. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Nach den Anschlägen von Paris markiert die Polizei in der Schweiz verstärkt Präsenz auch in grösseren Bahnhöfen. Im Bild: Beamte der Zürcher Stadtpolizei im Hauptbahnhof am Samstag. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Wie der emeritierte Professor für Sicherheitspolitik und Konfliktforschung an der ETH Zürich am Samstag der Nachrichtenagentur sda sagte, ist es ganz wichtig «technisch auf der Höhe zu sein, um sicherheitsrelevante Informationen rechtzeitig ausfiltern und an die richtigen Stellen weiterleiten zu können».

Spillmann hält es für sehr wahrscheinlich, dass in Frankreich «irgendwo ein Informationsfragment» vorhanden war, das Hinweise auf die Anschläge enthielt. Im Wust der Datenflut sei es dann wohl untergegangen. Fachleute sprechen in diesem Fall vom Pearl-Harbor-Effekt.

«Man kann nicht alles voraussehen»

Diese Meinung teilt der Genfer Terrorismus-Experte Jean-Paul Rouiller. Zwischen dem Moment, in dem man Informationen erhalte, und dem Moment, in dem man einen Angriff stoppen könne, liege «noch Arbeit», sagte Rouiller in Radio-Interviews mit den Sendern RTS und Rhône FM.

«Man kann nicht alles voraussehen.» Das sei die Lektion aus den Anschlägen vom Freitag, sagte Rouiller weiter. In den vergangen fünf Jahren hätten die Terroristen gelernt, sich zu schützen und vorsichtig zu kommunizieren.

Zu der Forderung nach mehr elektronischer Überwachung sagte Rouiller, dass die von Frankreich ergriffenen Massnahmen der aktuellen Lage angemessen seien. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass der islamistische Terror in Europa nicht nur ein Sicherheitsproblem darstelle, sondern auch mit echten sozialen Problemen zu tun habe.

Politik gefordert

Gemäss Spillmann ist die Verstärkung der elektronischen Überwachung «natürlich mit Kosten verbunden». Ausserdem müssten Gesetze verschärft werden. Hier seien Juristen und die Politik gefordert. Spillmann hält es jedoch angesichts der Ereignisse in Paris für angebracht, die Situation zur Überwachung von potentiell gefährlichen Personen zu intensivieren.

Zwar stehe die Schweiz nicht im Fokus der Terroristen. Sie habe sich im Kampf gegen den Dschihad und den Islamismus «nie exponiert», sondern gelte eher als Islam freundlich. In Zürich gebe es ja seit über 50 Jahren eine Moschee. Dennoch sei sie als Teil der westlichen Welt «ebenfalls verwundbar».

Wie Spillmann gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte, ist die Bekämpfung des IS in Syrien und im Irak immens wichtig. «Solange der IS ein Territorium hat, so lange gescheiterte Staaten, zu denen nun auch Libyen zählt, als Operationsbasis dienen können, sind die Terroristen im Vorteil, weil sie eine Rückzugsmöglichkeit haben. Diese muss ihnen genommen werden.

Frauen mit Kerzen vor der französischen Botschaft in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)Frauen mit Kerzen vor der französischen Botschaft in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)
Bestürzung und Trauer vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: YOAN VALAT)Bestürzung und Trauer vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: YOAN VALAT)
Eine junge Frau betet vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: EPA/Yoan Valat)Eine junge Frau betet vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: EPA/Yoan Valat)
Ein kleiner Knabe legt vor dem Cafe Carillon in Paris Blumen nieder. (Bild: EPA/Yoan Valat)Ein kleiner Knabe legt vor dem Cafe Carillon in Paris Blumen nieder. (Bild: EPA/Yoan Valat)
Ein kleiner Knabe legt vor dem Cafe Carillon in Paris Blumen nieder. (Bild: EPA/Yoan Valat)Ein kleiner Knabe legt vor dem Cafe Carillon in Paris Blumen nieder. (Bild: EPA/Yoan Valat)
Bestürzung und Trauer vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: AP/Jerome Delay)Bestürzung und Trauer vor dem Cafe Carillon in Paris. (Bild: AP/Jerome Delay)
Kinder legen vor der französischen Botschaft in Den Haag Blumen nieder. (Bild: EPA/Alexander Schippers)Kinder legen vor der französischen Botschaft in Den Haag Blumen nieder. (Bild: EPA/Alexander Schippers)
Die Präsidentin der Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, legt Blumen nieder vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: EPA/Maurizio Brambatti)Die Präsidentin der Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, legt Blumen nieder vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: EPA/Maurizio Brambatti)
Ein Mann trauert vor dem französischen Konsulat in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)Ein Mann trauert vor dem französischen Konsulat in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)
Trauernde Frauen vor der französischen Botschaft in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)Trauernde Frauen vor der französischen Botschaft in Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)
Frauen zeigen Parolen vor der französischen Botschaft im Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)Frauen zeigen Parolen vor der französischen Botschaft im Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)
Frauen zünden Kerzen an vor der französischen Botschaft im Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)Frauen zünden Kerzen an vor der französischen Botschaft im Montreal. (Bild: AP/Graham Hughes)
Eine Frau kniet vor Blumen bei der französischen Botschaft in Rom (AP Photo/Gregorio Borgia) (Bild: AP/Gregorio Borgia)Eine Frau kniet vor Blumen bei der französischen Botschaft in Rom (AP Photo/Gregorio Borgia) (Bild: AP/Gregorio Borgia)
Eine weisse Rose auf einem als Friedenszeichen symbolisierten Eiffelturm vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: AP/Gregorio Borgia)Eine weisse Rose auf einem als Friedenszeichen symbolisierten Eiffelturm vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: AP/Gregorio Borgia)
Eine weisse Rose auf einem als Friedenszeichen symbolisierten Eiffelturm vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: AP/Gregorio Borgia)Eine weisse Rose auf einem als Friedenszeichen symbolisierten Eiffelturm vor der französischen Botschaft in Rom. (Bild: AP/Gregorio Borgia)
Vor dem Rathaus in San Francissco gedenken Menschen der Opfer von Paris. (Bild: EPA/John G. Mabanglo)Vor dem Rathaus in San Francissco gedenken Menschen der Opfer von Paris. (Bild: EPA/John G. Mabanglo)
Eine Frau und ein Kind stehen vor den Blumen bei der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Eine Frau und ein Kind stehen vor den Blumen bei der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Zwei Frauen mit Blumen vor der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Zwei Frauen mit Blumen vor der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Kerzen und selbstgemalte Karten vor der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Kerzen und selbstgemalte Karten vor der französischen Botschaft in Moskau. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Zahlreiche Menschen gedenken vor der französischen Botschaft in Russland der Opfer. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Zahlreiche Menschen gedenken vor der französischen Botschaft in Russland der Opfer. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Ein Kind legt vor der französischen Botschaft in Moskau Blumen nieder. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Ein Kind legt vor der französischen Botschaft in Moskau Blumen nieder. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Menschen gedenken vor der französishen Botschaft in Moskau der Opfer des Attentats. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)Menschen gedenken vor der französishen Botschaft in Moskau der Opfer des Attentats. (Bild: EPA/Sergei Chrikov)
Die tricolore der französischen Botschaft in Berlin steht auf Halbmast. (Bild: EPA/Gregor Fisher)Die tricolore der französischen Botschaft in Berlin steht auf Halbmast. (Bild: EPA/Gregor Fisher)
Ein Mann legt vor der französischen Botschaft in Berlin Blumen nieder. (Bild: EPA/Gregor Fisher)Ein Mann legt vor der französischen Botschaft in Berlin Blumen nieder. (Bild: EPA/Gregor Fisher)
Mit einem Poster und Blumen wird vor der französischen Botschaft in Berlin der Opfer gedacht. (Bild: AP/Markus Schreiber)Mit einem Poster und Blumen wird vor der französischen Botschaft in Berlin der Opfer gedacht. (Bild: AP/Markus Schreiber)
Eine weisse Rose und eine handgeschriebene Notiz vor der französischen Botschaft in Madrid. (Bild: EPA/Angel Diaz)Eine weisse Rose und eine handgeschriebene Notiz vor der französischen Botschaft in Madrid. (Bild: EPA/Angel Diaz)
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Weltweite Anteilnahme nach Anschlägen

Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)
Die Fassungslosigkeit steht diesen Rettungskräften ins Gesicht geschrieben. (Bild: EPA/Etienne Laurent)Die Fassungslosigkeit steht diesen Rettungskräften ins Gesicht geschrieben. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Mann hält die «Tricolore» hoch. (Bild: AP/Gregor Fisher)Ein Mann hält die «Tricolore» hoch. (Bild: AP/Gregor Fisher)
Polizeipräsident vor dem Musiktheater Bataclan, wo über 100 Personen dem Attentat zum Opfer fielen. (Bild: JULIEN WARNAND)Polizeipräsident vor dem Musiktheater Bataclan, wo über 100 Personen dem Attentat zum Opfer fielen. (Bild: JULIEN WARNAND)
Alleine im Konzertsaal Bataclan gibt es weit über 100 Todesopfer zu beklagen. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)Alleine im Konzertsaal Bataclan gibt es weit über 100 Todesopfer zu beklagen. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Ein Opfer des Terroranschlages liegt vor dem «Bataclan». (Bild: EPA/Yoan Valat)Ein Opfer des Terroranschlages liegt vor dem «Bataclan». (Bild: EPA/Yoan Valat)
Überlebende des Terroranschlags im Bataclan werden von den Sanitätern betreut. (Bild: Thibault Camus)Überlebende des Terroranschlags im Bataclan werden von den Sanitätern betreut. (Bild: Thibault Camus)
Polizeikräfte vor dem Bataclan, in dem beim Anschlag weiter über hundert Konzertbesucher ums Leben kamen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON)Polizeikräfte vor dem Bataclan, in dem beim Anschlag weiter über hundert Konzertbesucher ums Leben kamen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON)
Mehrere hundert Polizeikräfte standen nach dem Anschlag im Konzertsaal Bataclan im Einsatz. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)Mehrere hundert Polizeikräfte standen nach dem Anschlag im Konzertsaal Bataclan im Einsatz. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Opfer des Terroranschlags sind umgeben von Polizei und Rettungskräften. (Bild: AP/Jacques Brinon)Opfer des Terroranschlags sind umgeben von Polizei und Rettungskräften. (Bild: AP/Jacques Brinon)
Vor einem Cafe in Paris liegen zwei Todesopfer des Terroranschlags. (Bild: AP/Thibault Camus)Vor einem Cafe in Paris liegen zwei Todesopfer des Terroranschlags. (Bild: AP/Thibault Camus)
Sanitäter im Einsatz vor einem Restaurant in Paris. (Bild: AP/Thibault Camus)Sanitäter im Einsatz vor einem Restaurant in Paris. (Bild: AP/Thibault Camus)
Ein verwundeter Mann wird in den Rettungswagen getragen. (Bild: EPA/Etienne Laurent)Ein verwundeter Mann wird in den Rettungswagen getragen. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Verletzter wird vom Rettungsdienst erstversorgt. (Bild: EPA/Etienne Laurent)Ein Verletzter wird vom Rettungsdienst erstversorgt. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Polizisten bei der Spurensicherung, Opfer des Anschlags sind mit Tüchern bedeckt. (Bild: AP/Thibault Camus)Polizisten bei der Spurensicherung, Opfer des Anschlags sind mit Tüchern bedeckt. (Bild: AP/Thibault Camus)
Verwundete werden aus dem Stade de France geleitet. (Bild: EPA/Ian Langsdon)Verwundete werden aus dem Stade de France geleitet. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: Michel Euler)Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)Polizisten riegeln das Gelände rund um das Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Verwundete werden vor dem Stade de France durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)Verwundete werden vor dem Stade de France durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
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Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: AP/Michel Euler)Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: AP/Michel Euler)
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Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
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Terror in Paris

sda

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