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ZÜRICH: Geburtstagsparty bei den Elefanten im Zoo Zürich

Genau vor einem Jahr ist die kleine Omysha im Zoo Zürich auf die Welt gekommen. Das Elefäntchen bringt inzwischen zwar schon 545 Kilogramm auf die Waage, ist aber immer noch ein Baby, das von Mutter, Schwester und Tante eng umsorgt wird.
Grosser Tag für die kleine Omysha: Sie feiert am Mittwoch, 17. Juni, ihren 1. Geburtstag. (Bild: Keystone)

Grosser Tag für die kleine Omysha: Sie feiert am Mittwoch, 17. Juni, ihren 1. Geburtstag. (Bild: Keystone)

Ins Wasser darf Omysha nicht allein. Wenn ihr der Sinn nach einem Bad steht, begleitet Schwester Chandra sie und passt auf, dass dem jüngsten Familienmitglied nichts zustösst. Mutter Indi dagegen hält überhaupt nichts vom kühlen Nass. Das Plantschen überlässt sie ihren Töchtern.

Und die kleine Omysha geniesst es sichtlich: Sie taucht, schlenkert den Rüssel durchs Wasser, dass es nur so spritzt und angelt zwischendurch nach einem Apfelschnitz, den die Pflegerin ihr zuwirft.

Omysha, die nur wenige Tage nach dem Einzug der Elefantenherde in den neuen Zürcher Elefantenpark geboren wurde, ist das erste Jungtier, das in geschütztem Kontakt aufwächst und nicht mehr im direkten mit den Tierpflegern.

Zunächst hatte Omysha daher auch keinerlei Interesse an Menschen. Erst seit sie sich für feste Nahrung begeistert, sind die Tierpfleger, die diese Leckerbissen verteilen, deutlich spannender für sie geworden. So lässt sich das Elefantenbaby beispielsweise mit Apfelschnitzen dazu motivieren, zu den Tiefpflegern zu gehen oder auf die Waage zu stehen.

«Biologie pur»

Weil die Elefantengeburt ohne menschliche Hilfe vonstatten ging, lässt sich Omyshas Geburtsgewicht nur schätzen. Zwischen 120 und 140 habe sie vor einem Jahr wohl gewogen, sagte Kurator Robert Zingg am Mittwoch vor den Medien. Inzwischen sind es 545 Kilogramm.

Mutter, Schwester und die nicht verwandte «Tante» Druk teilen sich die Betreuung des Jungtiers. Ein Beispiel, wie dies funktioniert, hat ein Zoobesucher mit der Kamera eingefangen. Die kleine Omysha war bei einem Kletterversuch aus dem Gleichgewicht geraten und rückwärts in einen Graben gefallen. Sofort rannten Mutter und Schwester herbei und halfen der Kleinen wieder auf die Füsse.

Das Video wurde auf YouTube inzwischen über 6 Millionen Mal angeschaut. «Das sieht herzig aus, ist aber Biologie pur», sagte Zingg.

Ausser Omyshas ersten Geburtstag feiert der Zoo in diesem Jahr auch zwei runde Geburtstage in der achtköpfigen Elefantengruppe. So wird Ceyla-Himali 40 und ihre Tochter Farha zehn Jahre alt.

Grosszügige Spenden

Die Tiere haben sich alle gut im neuen Elefantenpark eingelebt und auch die Besucher sind begeistert von der Anlage. Dies zeigt sich unter anderem auch in der Spendenbereitschaft: Innerhalb eines Jahres wurden im aufgestellten Münztrichter fast 100'000 Franken gesammelt.

Das Geld wird für den Schutz der letzten 200 Elefanten im Kaeng Krachan Nationalpark in Thailand eingesetzt. Hier kommt es immer wieder zu Konflikten, beispielsweise wenn die Elefanten die Ananasfelder in den angrenzenden Dörfern zerstören, wie Zoodirektor Alex Rübel sagte. Mit dem gespendeten Geld kann der Alarmzaun verlängert und verbessert werden.

Der Unterwasser-Einblick ist das Highlight der neuen Elefantenanlage Kaeng Krachan. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Nationalpark in Thailand, wo der Zoo Zürich ein Schutzprojekt für Asiatische Elefanten unterstützt. (Bild: Keystone)
Die neue Anlage entspricht den aktuellsten Erkenntnissen der Tierhaltung. (Bild: Keystone)
Die Anlage hat mit 57 Millionen Franken deutlich mehr gekostet, als die zu Beginn veranschlagten rund 40 Millionen (Bild: Keystone)
Die Geländeerschliessung wurde, wie üblich, von Kanton und Stadt Zürich finanziert, alles andere kam durch private Spenden zusammen. (Bild: Keystone)
Mehrere Installationen entlang den Besucherwegen thematisieren Konflikte zwischen wild lebenden Elefanten und der Bevölkerung in Thailand sowie konkrete Massnahmen für ein möglichst gutes Zusammenleben. (Bild: Keystone)
Und auch die Bedeutung der Elefanten für Wirtschaft, Kultur und Tourismus ist Thema. (Bild: Keystone)
Es gibt aussen und innen mehrere Wasserbecken zum Baden, Totholzbäume, wo sich die Tiere scheuern und die Rinde abschälen können, Sand, den sie sich auf den Rücken stäuben und wo sie sich suhlen, und rund 40 Futterstationen am Boden, in der Höhe oder auch versteckt in kleinen Felshöhlen. (Bild: Keystone)
Eine einschneidende Änderung ist der Systemwechsel bei der Pflege: Waren bisher die Pfleger Teil der Gruppe - und zwar der Teil, der befiehlt - so kommen sie heute nicht mehr in Körperkontakt mit den Elefanten. (Bild: Keystone)
Die Pflegehandlungen erfolgen durch eine speziell konstruierte durchbrochene Wand und die Tiere wurden so trainiert, dass sie auf bestimmte Kommandos etwa einen Fuss durchreichen. (Bild: Keystone)
9 Bilder

Neue Elefanten-Anlage im Zoo Zürich

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Omysha in ihrem Gehege. (Bild: Keystone)

Omysha in ihrem Gehege. (Bild: Keystone)

Sie ist ein sehr beliebtes Fotosujet im Zoo Zürich. (Bild: Keystone)

Sie ist ein sehr beliebtes Fotosujet im Zoo Zürich. (Bild: Keystone)

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