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ZÜRICH: Wahltag der Fifa beginnt mit Misstönen

Zu Beginn des zweiten Tags des Fifa-Kongresses in Zürich haben am Freitag gleich mehrere Gruppierungen demonstriert. Die Protestaktionen richteten sich jedoch nicht gegen die jüngste Korruptionsaffäre.
Gewerkschaftsaktivisten unter Leichentüchern: Mit ihrem Protest vor dem Hallenstadion erinnern sie an die vielen Toten auf den Baustellen der WM in Katar. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)

Gewerkschaftsaktivisten unter Leichentüchern: Mit ihrem Protest vor dem Hallenstadion erinnern sie an die vielen Toten auf den Baustellen der WM in Katar. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)

Für ihn geht es am 65. Fifa-Kongress un die Macht: Sepp Blatter will für eine fünfte Amtszeit Fifa-Präsident sein. (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)Für ihn geht es am 65. Fifa-Kongress un die Macht: Sepp Blatter will für eine fünfte Amtszeit Fifa-Präsident sein. (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)
Aktivisten propagieren die «Rote Karte» für den Weltfussballverband. Sie erinnern an schlechten Bedingungen der Arbeiter, die in Katar die Infrastruktur für die kommende WM bauen. Die Arbeiten forderten bisher Hunderte von Todesopfern. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)Aktivisten propagieren die «Rote Karte» für den Weltfussballverband. Sie erinnern an schlechten Bedingungen der Arbeiter, die in Katar die Infrastruktur für die kommende WM bauen. Die Arbeiten forderten bisher Hunderte von Todesopfern. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Die Demonstration gegen die schlechten Bedingungen auf den Baustellen in Katar ist augenfällig: Die Aktivisten mimen Tote. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)Die Demonstration gegen die schlechten Bedingungen auf den Baustellen in Katar ist augenfällig: Die Aktivisten mimen Tote. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Eine anderer Gruppe demonstriert: Palästinensiche Aktivisten fordern den Ausschluss von Israel aus der Fifa. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)Eine anderer Gruppe demonstriert: Palästinensiche Aktivisten fordern den Ausschluss von Israel aus der Fifa. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Lautstark legen sich die die palästinensischen Demonstranten ins Zeug. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)Lautstark legen sich die die palästinensischen Demonstranten ins Zeug. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Drinnen tagt derweil der 65. Fifa-Kongress. (Bild: EPA/PATRICK B. KRAEMER)Drinnen tagt derweil der 65. Fifa-Kongress. (Bild: EPA/PATRICK B. KRAEMER)
Zwei Frauen können während der Versammlung in die Halle eindringen. (Bild: EPA/PATRICK B. KRAEMER)Zwei Frauen können während der Versammlung in die Halle eindringen. (Bild: EPA/PATRICK B. KRAEMER)
Eine der beiden Frauen wird von Sicherheitskräften weggeführt. (Bild: EPA/WALTER BIERI)Eine der beiden Frauen wird von Sicherheitskräften weggeführt. (Bild: EPA/WALTER BIERI)
Gegen 17 Uhr wird man wissen, ob Sepp Blatter weiterhin den Weltfussballverband führen wird. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)Gegen 17 Uhr wird man wissen, ob Sepp Blatter weiterhin den Weltfussballverband führen wird. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
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Misstöne am Fifa-Kongress in Zürich

Aktivisten der Gewerkschaften Unia, Solidar Suisse und der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) machten mit einem Flashmob auf die «katastrophalen Zustände» auf WM-Baustellen in Katar aufmerksam. Augenfällig legten sich Personen, von Leichentüchern verdeckt, jeweils vor einem Grabkreuz.

Die Gewerkschaft forderten den Weltfussballverband auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und den «menschenunwürdigen Bedingungen» auf den WM-Baustellen in Katar ein Ende zu setzen. Todesfälle auf WM-Baustellen seien an der Tagesordnung, heisst es in einer Mitteilung. Bauarbeiter würden wie Sklaven behandelt und ihre Arbeitsrechte massiv verletzt. An der Demonstration beteiligten sich gemäss Angaben der Organisatoren über 200 Personen.

Vor dem Zürcher Hallenstadion versammelten sich zuwem einige Dutzend Menschen, um für einen Ausschluss Israels aus dem Fussball-Weltverband zu werben, wie ein Reporter der Sportinformation (si) vor Ort sagte. Der palästinensische Verband hatte für die Vollversammlung der 209 FIFA-Mitgliedsländer einen entsprechenden Antrag gestellt.

Auf Transparenten forderten die Demonstranten unter anderem ein freies Palästina sowie den Boykott Israels. Die von einigen Polizisten beobachtete Kundgebung verlief friedlich. Im Innern des Hallenstadions wurden zudem zwei Frauen abgeführt, nachdem sie eine Palästina-Fahne geschwenkt und Parolen gerufen hatten.

Der Fifa-Kongress steht im Zeichen der jüngsten Verhaftungen wegen Korruptionsverdacht. Sieben hohe Funktionäre waren am Mittwoch in Zürich verhaftet worden. Gemäss Traktanden geht es aber um etwas anderes:Der 79-jährige Walliser Joseph Blatter will für eine fünfte Amtszeit als Präsident des Weltverbands gewählt werden. Der Gegenkandidat ist Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien. Ihm werden allerdings keine grossen Chancen eingeräumt. Die Abstimmung wird nicht vor 17 Uhr erwartet.

SDA\cv

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