Grenchen

Das Gartenbad Grenchen startet mit Public WLAN in die neue Saison

Das Gartenbad öffnet heute zum 59. Mal seine Tore und der Wasserspass kann aufs Neue beginnen. Bereits Tage vor der Eröffnung pilgern die Grenchnerinnen und Grenchner zum Schwimmbad, um schon vor dem Start ein Saison-Abi zu ergattern.

Patric Schild
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Chefbadmeister Paul Joss zeigt den neuen Kinderbagger.

Chefbadmeister Paul Joss zeigt den neuen Kinderbagger.

Patric Schild

«Die Vorverkäufe machen rund 70 Prozent unseres Umsatzes aus», erklärt Chefbademeister Paul Joss. Seit nunmehr zehn Jahren arbeitet der gebürtige Freiburger in der Grenchner Badi und denkt noch lange nicht ans Aufhören. «Das ist der geilste Job der Welt», sagt Joss grinsend.

Neue Bepflanzungen

Für den Saisonstart hat man auch für einige Neuerungen gesorgt. So weisen Fahnen auf dem Gelände darauf hin, dass die Besucher ab sofort das Public WLAN nutzen können, welches auf dem gesamten Areal frei zugänglich ist. Weiter hat die Stadtgärtnerei für eine komplett neue Bepflanzung um das Hufeisenbecken gesorgt. Denn das Schilf, welches vorher beim Nichtschwimmerbecken vor sich hin wucherte, begann allmählich Probleme zu machen. «Es hat angefangen, die Mauerwerke anzugreifen, und zwar so stark, dass ganze Stücke abbrachen», so der Chefbademeister. Ausserdem hätte es mehrere Fälle von allergischen Reaktionen bei den Besuchern gegeben. Deshalb wurde das Gelände kurzerhand gerodet und mit neuen, bunten Pflanzen versehen. «Die Blumen wurden so angelegt, dass sie ausgewachsen ein harmonisches Farbenspiel ergeben», erklärt Joss.

Sand im Planschbecken

Aber auch die kleinsten Wasserratten sollen nicht zu kurz kommen. Für sie wurde auf dem Sandplatz, neben dem Kinderschwimmbecken, ein kleiner Bagger montiert, wodurch das «Sandele» noch spannender gestaltet werden soll. Trotzdem, die Nähe des Sandplatzes beim Kinderschwimmbecken bereitet teilweise auch Kopfzerbrechen. «Einige Kinder schleppen den Sand ins Planschbecken, was uns einige grössere Schwierigkeiten bereitet», so der Freiburger. Denn so müsse jeden Abend das Wasser abgelassen werden, um den Sand zu entfernen.

Tische wieder bedient

Umstrukturiert hat man ebenfalls beim Badi-Restaurant. Nach vier Jahren Self-Service wird man dort neuerdings auch wieder am Tisch bedient. Als er das Restaurant übernommen hatte, plante Jürg Jäggi zunächst, auf ein gesünderes Nahrungsangebot zu setzen. Doch die Leute stiegen nur bedingt darauf ein. «Zu 80 Prozent beläuft sich die Nachfrage auf Pommes frites, Hamburger und Chicken Nuggets», erklärt der Back-Caffee-Besitzer. Nur auf die FastFood-Verkaufsschlager will man aber nicht setzen, auch, weil mit Ferit Demirkaya und Beat Zimmermann zwei gelernte Köche hinter dem Herd stehen. «Wir werden sicher auch saisonale Gerichte à la carte anbieten», sagt Demirkaya.