Grega

Die Grenchner Frühjahrsmesse ist eröffnet

Mit einiger Prominenz aus Politik und Wirtschaft wurde in Grenchen die Grega eröffnet. Die Politiker durften dabei mit Lego spielen.

Andreas Toggweiler
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Ständerat Roberto Zanetti hielt die Eröffnungsansprache an der Grega

Ständerat Roberto Zanetti hielt die Eröffnungsansprache an der Grega

Andreas Toggweiler

Im Velodrome und darum herum ist seit Mittwoch wieder allerhand los. Die zweite Grega lockt Publikum aus nah und fern nach Grenchen. 120 Aussteller und Veranstalter zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen.

Vom Fisch aus dem Bielersee bis zum Nougat aus Montélimar und vom Relaxsessel für die gute Stube bis zur Feuerstelle im Garten. Das ganze eingebettet in Konzerte, Gemütlichkeit und allerlei Programm für die Kleinen. Dazu ein Lunapark, der seinen Namen wieder verdient und althergebrachte Traditionen wie das Zelt der Leberberger Bauern: An der Grega 2015 scheint es an nichts zu fehlen, ausser vielleicht an einigen Parkplätzen. Doch das ist eine andere Geschichte.

An der offiziellen Messeeröffnung am Mittwoch konnte Messeleiterin Daniela Keller von der FVF Messe-Event AG einige Prominenz aus der Region begrüssen, darunter alt Bundesrat Samuel Schmid und Ständerat Roberto Zanetti.»Das G in Grega steht für Gewerbe, Grenchen geniessen», sagte Keller, die insbesondere das breite Angebot für Familien unterstrich. «Wir sind die Familienmesse im Mittelland.»

Tierschau
19 Bilder
Kindererlebniswelt-Betreiberin und Barkeeperin Edith Mettler
Die Lego-Schau ist die wohl grösste Attraktion der Grega
Geschafft! Das Lego-Auto ist fertig
Benedikt Scholl begrüsst die Gäste im Bauernzelt
Grega-Leiterin Daniela Keller
Anstossen auf die Grega
Behördenanlass zur Eröffnung
Jean-Pierre Thomsen, Präsident der Kulturkommission mit Gattin Clivia Wullimann (Gemeinderätin), hinten Stadtbaumeister Daniel Gäumann
GAG-Chef Kurt M. Hohler zeigt das Neuste in Sachen interaktives Fernsehen
Das Team von Kantonspolizei und Stadtpolizei orientiert über Waffen
Das Grenchner Radio Blitz ist sendebereit
Raffael Niggli (links) und Jeffrey Luginbühl schenken beim Zelte der Jugendförderung alkoholfreie Drinks aus
Nadine Beniczki von Grenchen Tourismus vor dem neuen Tourismus-Mobil
Sketch ohne Worte zur Eröffnung
Die Gäste versammeln sich
Stadtpräsident François Scheidegger und alt Bundesrat Samuel Schmid
Small Talk im Eventzelt
Geselligkeit am SWG-Apero

Tierschau

Hansjörg Sahli

«Es kommt schon gut»

«Ich bin mir solche Ansprachen nicht so gewohnt», sagte Keller etwas nervös und prompt ging ihr anlässlich des rezitierens der langfädigen Behördenliste die Luft aus. «Es kommt schon gut, Daniela», tröstete Stadtpräsident François Scheidegger anlässlich des kleinen Malheurs. Er bedankte sich für die «hervorragende Arbeit der Messeveranstalterin». Schon die erste Grega habe das Potenzial der Sportstätten- und Eventzone mit dem Velodrome gezeigt. Die Swatch-Generalversammlung Ende Mai und die Eröffnung der BMX-Strecke im Juni seien weitere Meilensteine, welche bevorstehen.

Scheidegger zeigte sich auch erfreut, dass wieder ein ansehnlicher Lunapark zur Grega gehört und dankte Schausteller Willi Marti aus Biberist für sein Engagement in dieser Sache. «Eine Grega ohne Lunapark wäre wie ein Velodrome ohne Velos», sagte der Stapi. Auch er hat übrigens ein kleines Malheur in Form eines Stromausfalls zu gewärtigen und musste für kurze Zeit ohne Mikrofon auskommen; was er (dank am Apéro geölten Stimmbändern?) gut schaffte.

Ständerat Roberto Zanetti berichtete als Präsident der Wirtschaftskommission WAK vom Seilziehen um das Wohl der Schweizer Wirtschaft. «Was der Wirtschaft als Ganzes gut, darüber gehen die Ansichten je nach Zeithorizont und Perspektive auseinander», meinte der SP-Politiker. «Steuern zu senken tönt zunächst wirtschaftsfreundlich. Dass unser Bildungssystem dann kein Geld mehr hat für die Ausbildung von Fachkräften wird dabei ausgeblendet.»Sich selber bezeichnet Zanetti als wirtschaftsfreundlich. «Ich gehe selten an einer Wirtschaft vorbei ohne einzukehren...»

Lego-Wettbewerb

Zanetti und Scheidegger mussten sich anschliessend einem -Wettbewerb stellen, galt es doch aus einer vorgegebenen Packung Lego-Steinen ein Spielzeugauto zusammenzubauen.

Die Lego-»Steinchenwelt» mit zahlreichen Legomodellen auf rund 800 m2 im Velodrome darf denn auch als eine der grössten Attraktionen der zweiten Grega bezeichnet werden. «Es sind Modelle von Privatpersonen und nicht die Ideen des Herstellers», betont Andreas Kunz, Verantwortlicher der «Steichenwelt».Der Rundgang führte die Gäste weiter in die Kindererlebniswelt der Grenchnerin Edith Mettler. Hier wird jeden Tag ein Indoor- Programm für Kinder geboten, während sich die Erwachsenen an der Bar einen Drink genehmigen können. Am Abend herrscht Lounge-Betrieb.
Die Landwirtschaftsausstellung steht unter dem Motto «Von der Schweiz, für die Schweiz», wie OK-Präsident Benedikt Scholl erläuterte. So werden Informationen über Bodenverbrauch und Selbsversorgungsgrad der Schweiz mit Nahrungsmitteln vermittelt. Die Grega ist noch bis Sonntag 18 Uhr geöffnet.