Grenchen

Einhellige Unterstützung für die Neugestaltung des Bahnhofs Süd

André Weyermann
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Visualisierungen Bahnhofplatz Grenchen Süd
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Visualisierungen Bahnhofplatz Grenchen Süd

Illustration zvg

Kurz vor der wegweisenden Gemeindeversammlung vom kommenden Dienstag hat das Forum Grenchen mit Unterstützung der Stadt eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur «Neugestaltung Bahnhof Süd» durchgeführt. Der Gemeinderat hatte das Projekt einstimmig gutgeheissen. Gegen 50 Personen haben im Parktheater daran teilgenommen.

Auf dem Podium sassen mit Marc Willemin (SVP, Gemeinderat), Alex Kaufmann (SP, Gemeinderat), Stadtpräsident François Scheidegger (FDP) und Stadtbaumeister Aquil Briggen Personen, die sich in einem längeren und wohl einmaligen Prozess zusammen mit Ratskolleginnen und Ratskollegen sowie Fachpersonen das ehemalige Siegerprojekt (Wettbewerb) noch einmal vorgenommen hatten. Aus diesen Workshops ist die jetzige Variante mit einer teilweisen Verkehrsentflechtung hervorgegangen.

Angesichts des einhelligen Rückhaltes für das Projekt war vorauszusehen, dass es für Gesprächsleiter Elias Meier nicht ganz einfach sein wird, eine angeregte Diskussion in Gang zu bringen. Dies ist ihm jedoch - auch dank Fragen aus dem Publikum - mehr als nur ordentlich gelungen.

Willemin: «Eher eine Billigvariante»

Eine Frage betraf die Kosten (ca. 5,6 Millionen). Der Stadtpräsident betonte, dass die Stadt sich dies leisten könne. Im Weiteren wies er darauf hin, dass auch ohne das Projekt Kosten entstanden wären, da Kanalisation, Wasserleitungen, Strassenbeläge etc. in einem Zustand seien, die ohnehin eine Sanierung dringend nötig gemacht hätten. Marc Willemin betonte, dass es jetzt an der Zeit sei, etwas zu bewegen: «Das, was wir jetzt vorschlagen, ist eher eine Billigvariante.» Und auch Alex Kaufmann betonte: Wir haben eine kleine Vision realisiert, aber nichts, dass nur «nice to have» wäre.

Keine Bange hat man im Übrigen davor, dass Grenchen plötzlich mit Millionen- Ausgaben, dafür mit keinem Schnellzughalt mehr dastehe. Der stündige Halt sei gesichert (Aquil Brigger), für einen halbstündigen werde mit Hilfe des Kantons gekämpft (Stadtpräsident). Und überhaupt: Mit der jetzigen Neugestaltung signalisiere man eben erst recht, wie wichtig für die Stadt ein florierender Bahnhof mit entsprechenden Frequenzen sei.

Urnenabstimmung im November

Auf diverse Detailfragen aus dem Publikum gab Aquil Briggen zu bedenken, dass tatsächlich nicht vorhersehbar sei, ob die angedachten Verbesserungen auch alle so eintreten würden. Verschiedene Dinge habe man aber speziell im Visier und könne gegebenenfalls wieder einlenken. Das letzte Wort hat im November das Volk an der Urne.