Junge Grüne: «Das Stutzen bedeutet für die Bäume einen Tod auf Raten»

Die Baumfäll-Aktion im Grenchner Haldenquartier sorgt für Aufruhr. Die Jungen Grünen verurteilen das Köpfen von Bäumen auf Giebelhöhe. Dies bedeute oftmals ein Baumsterben auf Raten.

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Die Bäume im Grenchner Haldenquartier mussten alle gestutzt werden.

Die Bäume im Grenchner Haldenquartier mussten alle gestutzt werden.

Patrick Furrer

«Die Baumfällaktion in Grenchner Haldenquartier mag zwar gültigen Bauvorschriften entsprechen, ist jedoch völlig sinnlos», schreiben die Jungen Grünen in einer Medienmitteilung. Die Vorschrift stamme aus den 1970er-Jahren und entspreche nicht mehr den heutigen Vorstellungen von Wohnqualität.

Es sei bekannt und anerkannt, dass «Bäume in Wohnquartieren die Biodiversität und somit die Lebensqualität aller massiv erhöhen». Nach geltender Bauvorschrift dürfen Bäume im Quartier die Höhe der Dachgiebel nicht überschreiten, deshalb werden sie entweder gefällt oder einfach auf die richtige Höhe gestutzt.

«Viele Bäume, die durchs Stutzen an die altmodische Bauvorschrift angepasst werden, werden wohl nicht überleben - quasi ein Tod auf Raten», meint Christof Schauwecker, Vize-Präsident der Jungen Grünen Kanton Solothurn.

Die Jungen Grünen fordern den Grenchner Gemeinderat dazu auf, die betreffende Bauvorschrift zu revidieren und die sinnlose Baumhöhenbeschränkung aufzuheben. (ldu)