Laupersdorf

«Nichts passiert» in Laupersdorf? Stimmt nicht

Vor einem Jahr wurde Laupersdorf eine «kinderfreundliche Gemeinde». 18 Kinderwünsche sollten deshalb erfüllt werden. Doch nichts sei passiert, meldete nun Radio DRS. Die Verantwortlichen widersprechen allerdings.

Alois Winiger
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Laupersdorf aus der Vogelperspektive

Laupersdorf aus der Vogelperspektive

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Vor einem Jahr erhielt Laupersdorf das Unicef-Label «kinderfreundliche Gemeinde». 18 Kinderwünsche sollen deshalb erfüllt werden, doch bis heute sei noch kein einziger dieser Punkte erfüllt, meldete das Regionaljournal von Radio DRS. Weder ein Eisfeld, noch ein Skaterplatz sei realisiert, und kein Ping-Pong-Tisch aufgestellt worden.

Das erste Jahr habe die zuständige Kommission mit planen und rechnen verbracht, hiess es in der Radiosendung weiter.

Eine Massnahme ist umgesetzt

«Dass wir planen und rechnen, trifft zu», sagt Gemeindeschreiber Stefan Schaad dazu. «Aber dass nichts passiert ist, wie im Radio zu hören war, stimmt nicht. Ein Schülerrat, eine der Massnahmen, funktioniert bereits. Ob eine weitere umgesetzt werden kann, hängt vom Wetter ab. Die Vorkehrungen für das Eisfeld sind jedenfalls gemacht.»

Die weiteren Wünsche seien nicht eben billig - und die finanzielle Lage der Gemeinde nicht rosig. «Wir konnten nach der Übergabe des Labels nicht einfach in die Kasse greifen und Arbeiten vergeben. Die Massnahmen müssen erst budgetiert und genehmigt werden.» Das betrifft konkret die in der Radiosendung erwähnte Umgestaltung des Schulhausplatzes.

Zuerst ist der Gemeinderat dran, um über einen Kredit von 30 000 Franken befinden, und dann im Dezember die Gemeindeversammlung.

«Die Gestaltungsarbeiten können sich über drei Jahre hinziehen. Das hängt unter anderem noch davon ab, ob wir aus der Bettagskollekte noch 10 000 Franken bekommen, wie uns mündlich zugesagt worden ist. Alles Weitere werden wir so angehen, wie wir es in Laupersdorf gewohnt sind, nämlich nicht mit viel Geld, sondern in Zusammenarbeit von Werkhof, Firmen und Schule.»

Wofür das Label vergeben wurde

Im Übrigen sei festzuhalten, dass Laupersdorf das Label nicht dafür erhalten hat, was noch getan wird, sondern für das, was bereits vorhanden ist, betont Schaad. Für die Umsetzung der erwähnten 18 Wünsche bleiben vier Jahre Zeit. Erst dann wird Unicef Rechenschaft verlangen.