Umstrukturierung
Schlössliheim Pieterlen muss Personal abbauen und Neubau redimensionieren

Gesellschaftliche Veränderungen bedingen beim Neubau und in der Personalsituation Anpassungen und Massnahmen.

Anke Eckardt
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Das Pflegeheim Schlössli in Pieterlen.

Das Pflegeheim Schlössli in Pieterlen.

Zvg

Die Planung eines Neubaus vom Schlössli läuft seit 2019. Das neue Haus sollte Platz für 108 Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Die Reduktion um rund 16 Betten (aktuell 124) erfolgte aufgrund der Tendenz, dass die Nachfrage nach Heimplätzen in den letzten Jahren nachgelassen hat. Bedingt durch verschiedene Alternativangebote, wie der pflegerischen Betreuung zu Hause oder dem Betreuten Wohnen, gibt es immer weniger Menschen, die ihren Lebensabend im Altersheim verbringen möchten.

Meist kommen diese dann hochbetagt oder schwerkrank ins Heim und haben demzufolge eine viel kürzere Aufenthaltsdauer dort, als früher. Verschiedene Massnahmen, welche gegen die Verbreitung des Coronavirus ergriffen werden mussten, trafen die Altersheime besonders stark. Dieser Fakt machte den Eintritt in ein solches noch weniger attraktiv.

Die Anzahl der Pensionäre im Schlössli ging im vergangenen Jahr stark zurück. Da es sich abzeichnete, dass auch aufgrund vieler zusätzlicher Angebote in der näheren Umgebung die geplante Bettenzahl in Zukunft nicht optimal ausgelastet sein wird, hat der Stiftungsrat entschieden, nicht an den 108 Plätzen im geplanten Neubau festzuhalten, sondern diese auf 80 zu reduzieren. Eine Demenzabteilung mit integriertem Gartenbereich wird weiterhin Bestandteil des Neubaus bleiben. Bis Ende Jahr sollte das dementsprechend angepasste Bauprojekt vorliegen und genehmigt sein.

Personalreduktion

Die Präsidentin des Stiftungsrates, Frau Brigitte Sidler und Herr Dr. med Hansjörg Spiess, Mitglied des Stiftungsrates, erläuterten anlässlich der im August durchgeführten Personalinformationen, dass aufgrund der anhaltend tiefen Bettenbelegung im Schlössli ein Stellenabbau unumgänglich ist. Es gilt, die Personalkosten so zu reduzieren, dass sie immer noch den kantonalen Vorgaben entsprechen. Die Geschäftsführung hat vom Stiftungsrat den Auftrag erhalten, mit allen Abteilungen die notwendigen Gespräche unter Beizug aller Mitarbeitenden zu führen.

Hierbei geht es auch um die Möglichkeit der Verringerung des Arbeitspensums. Der Geschäftsführung sei es wichtig, mit den Abteilungsleitungen und den Mitarbeitenden Wege zu suchen, um Härtefallsituationen zu erkennen und zu vermeiden. Zudem dürfen pensionierte Mitarbeitende künftig nicht mehr über das Pensionsalter hinaus tätig sein.

Wechsel in der Geschäftsführung

Unabhängig von all den oben genannten Veränderungen gibt es im Herbst einen Wechsel in der Geschäftsführung des Schlösslis. Thomas Trösch hat nach 11 Jahren auf Ende September gekündigt, was der Stiftungsrat mit grossem Bedauern zur Kenntnis nehmen musste. Sein Nachfolger wird Markus Greuter sein. Er wohnt mit seiner Familie in Aarberg und hat langjährige Erfahrungen als Heimleiter.

Der Stiftungsrat und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, dass nach einer langen und schwierigen Zeit wieder etliche Aktivitäten möglich sind. Das beliebte Therapiebad ist wieder geöffnet, Kinder und Erwachsene erfreuen sich am Kleintierzoo oder geniessen etwas Leckeres im Restaurant. Mit viel Liebe wird der Garten gepflegt und im Innern des Gebäudes sorgt der Blumenschmuck für eine wohnliche Atmosphäre.

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