Kantonsrat Solothurn

65 Millionen für Wald und Wiesen: Kantonsrat verlängert Naturschutzprogramme

Der Solothurner Kantonsrat spricht 46 Millionen Franken für das Programm Natur und Landschaft. Auch stellt er sich einstimmig hinter die Förderung von Biodiversität im Wald - dafür sind 19.2 Millionen vorgesehen.

Drucken
Teilen
Weniger Dünger, mehr Artenvielfalt: Durch freiwillige Massnahmen soll Biodiversität gefördert werden - beispielsweise auf Jurawiesen.

Weniger Dünger, mehr Artenvielfalt: Durch freiwillige Massnahmen soll Biodiversität gefördert werden - beispielsweise auf Jurawiesen.

Der Kantonsrat befasste sich am Mittwochmorgen gleich doppelt mit Mutter Nattur: Zuerst überwies er einstimmig die Verlängerung des Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft auf die Jahre 2021 bis 2032. Für die gleiche Periode hiess das Parlament zudem - ebenfalls ohne Gegenstimme oder Enthaltung - das Programm Biodiversität im Wald gut.

Seit 37 Jahren bemühe sich der Kanton um die Verlangsamung des Artensterbens, führte glp-Kantonsrat Jonas Walther (Küttigkofen) von der Umwelt-, Bau-, und Wirtschaftskommission aus. "Der Kanton ist auf dem richtigen Weg." Mit dem Mehrjahresprogramm habe der Kanton mit rund 1000 Bewirtschaftenden - also Landwirten - rund 2500 Vereinbarungen getroffen. Diese sind freiwillig: Verzichten Landwirte auf ihrer Wiese beispielsweise auf Dünger, erhalten sie Gelder vom Kanton. Durch diesen finanziellen Anreiz, der auch im Programm 21-32 vorgesehen ist, soll Biodiversität auch weiterhin gefördert werden.

Dahinter stellten sich die Anwesenden einstimmig. Kritik gab es lediglich von SVP-Sprecherin Sybille Jeker (Erschwil), die darauf hinwies, dass das neue Programm rund 9 Prozent mehr koste, als das vergangene. Sie forderte dazu auf, mit solchen Ausdehnungen des Budgets umsichtig umzugehen. Das Programm an und für sich sei aber unbestritten.

Mehr Biodiversität im Wald

Förster Georg Nussbaumer (CVP, Hauenstein), sprach sich im Namen der UMBAWIKO auch für das Programm Biodiversität im Wald aus. 40 Prozent der Fläche im Kanton sei von Wald bedeckt; von daher habe der Wald für Solothurn eine grosse Bedeutung. Dieser solle auch weiterhin geschützt, Artenvielfalt im Waldgebiet gefördert werden.

Einstimmig hiess der Kantonsrat die Verlängerung des Programms gut. Auch hier setzt man auf Freiwilligkeit: Wer den Wald schützt, nicht übernutzt, und so der Artenvielfalt Platz gibt, erhält Gelder vom Kanton. (szr)