Burgäschisee
Archäologie orientiert über Untersuchungen zu Pfahlbauern

Im Rahmen der Unesco-Weltkulturerbe-Tage vom 11./12. Juni 2016 engagiert sich die Kantonsarchäologie Solothurn an einem «Tag der offenen Ausgrabung» am Sonntag, 12. Juni am Burgäschisee.

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Notgrabung im Jahr 2015
4 Bilder
Den Pfahlbauern am Burgäschisee auf der Spur
Ein gefundener Topf
Bärenzahnanhänger

Notgrabung im Jahr 2015

zvg

Zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften und dem Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern orientieren Mitarbeitende und Studierende der Universität Bern über laufenden Untersuchungen und bisherige Ergebnisse des Forschungsprojektes.

Der Burgäschisee zählt seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu den wichtigen Stätten der Pfahlbauforschung. Bis in die 1950er Jahre hinein fanden immer wieder Ausgrabungen statt. Seit 2015 führt die Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Kantonsarchäologie Solothurn und dem Archäologischen Dienst Bern Sondierungen im und um den Burgäschisee durch.

Ziel sind einerseits eine aktuelle Bestandesaufnahme und andererseits die Entdeckung neuer Fundstellen ausserhalb der bereits bekannten sowie die Gewinnung neuer Erkenntnisse über die Klima-, Vegetations- und Siedlungsentwicklung am Burgäschisee.

Das mehrjährige interdisziplinäre Forschungsprojekt ist Teil eines internationalen Forschungsprojektes, bei dem parallel dazu an Seen im süddeutschen Allgäu und im Salzkammergut in Österreich geforscht wird. Aus der Zusammenarbeit von Archäologen und Biologen können neue Erkenntnisse zur frühen Besiedlung des Burgäschisees gewonnen werden. (mgt)

Sonntag, 12. Juni 10 bis 15 Uhr. Burgäschi am nördlichen Seeufer, Zugang ausgeschildert. Beschränkte Parkmöglichkeiten beim Restaurant Seeblick.