Sicher ist sicher

Besser, man lässt sich von den Nez-Rouge-Fahrern nach Hause chauffieren

Am Freitag startet «Nez Rouge» die Aktion 2015. Freiwillige sorgen wiederum dafür, dass Lenker im Zweifelsfall heil nach Hause kommen. Für Silvester werden noch Helfer gesucht.

Vera Havrda
Drucken
Teilen
Ein Nez-Rouge-Mitarbeiter im Einsatz. (Archiv)

Ein Nez-Rouge-Mitarbeiter im Einsatz. (Archiv)

Keystone

Jährlich wird die Aktion Nez Rouge durchgeführt: Fahrzeuglenker, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selber zu lenken, können den kostenlos angebotenen Heimfahrdienst in Anspruch nehmen. Heuer steht das Nez-Rouge-Team im Kanton Solothurn zum 10. Mal im Einsatz.

Letztes Jahr seien rund 1400 Menschen mit Nez Rouge nach Hause gekommen, informiert Bruno Santschi, regionaler Mediensprecher von Nez Rouge. «Obwohl wir dieses Jahr einen Tag weniger im Einsatz sind, gehen wir stark davon aus, dass wir die Anzahl von 1400 Kunden halten können.»

Jurasüdfuss und Oberaargau

Bereits ab Freitag, 4.Dezember, kann man das Nez-Rouge-Team bis um 03.30 Uhr morgens kontaktieren, wenn man sich nach einem Glas zu viel beim Fahren nicht mehr sicher fühlt. Das Ziel dahinter: Verkehrsunfälle vermeiden.

Viel zu viele Unfälle würden durch vermindertes Fahrvermögen verursacht, dem wolle Nez Rouge entgegenwirken. Die Helfer der Nonprofit-Organisation erhalten keine Entschädigung. Deshalb ist es für Santschi umso erfreulicher, dass sich dennoch jedes Jahr viele Freiwillige melden, die sich als Fahrer zur Verfügung stellen. «Dieses Jahr fanden wir sehr einfach Leute, die bei uns mithelfen wollten.

Für den Silvesterabend benötigen wir jedoch noch zusätzliche Freiwillige.» Denn: An diesem Abend sind laut Santschi nicht weniger als 36 Zweierteams im Einsatz.

Ein Anruf auf die Telefonnummer 0800 802 208 reicht und ein Fahrer-Team von Nez Rouge ist unterwegs, um den Anrufer und seinen Wagen nach Hause zu bringen. Die Voraussetzung ist, dass man selbst mit dem Auto unterwegs ist. Abgedeckt ist das Gebiet zwischen Olten und Bellach und von Passwang bis Huttwil. Seit 2011 dient das Feuerwehr-Ausbildungszentrum ifa in Balsthal als Einsatzzentrale.