Kunstmuseum Solothurn
Die 36. Jahresausstellung der Solothurner Künstler ist eröffnet

Im Kunstmuseum Solothurn ist bis zum 3. Januar 2021 die 36. Jahresausstellung der Solothurner Künstler – unter Coronabedingungen – zu sehen. Auf die allseits beliebte Vernissage muss leider verzichtet werden. Nichtsdestotrotz: 49 Arbeiten von Künstlern aller Generationen werden gezeigt.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Blick in die 36. Jahresausstellung im Kunstmuseum Solothurn
7 Bilder
Gemälde von Jakob F. Rieder
Brigitte Jost "Dress up Doll"
Blick in einen weiteren Saal. Im Vordergrund die Installation von Sonya Friedrich
Im "Freispiel" zeigt Matthias Wyss seine Arbeiten
Mahtola Wittmer: "Fundus"

Blick in die 36. Jahresausstellung im Kunstmuseum Solothurn

Solothurner Zeitung

Trotz Corona-Situation wird am Samstag im Kunstmuseum Solothurn die 36. Jahresausstellung der Solothurner Künstler eröffnet. «Halt ohne Vernissage und damit ohne das beliebte alljährliche Treffen der Kunstschaffenden und Interessierten zu dieser Schau», sagt Brigitte Müller, Präsidentin des durchführenden Kunstvereins Solothurn. Bekanntlich wird die sogenannte Jahresausstellung jeweils im Wechsel mit dem Kunstverein Olten organisiert.

Der Tradition geschuldet ist auch jeweils, dass die Auswahl der eingereichten Arbeiten von einer immer wieder neu zusammengesetzten Jury durchgeführt wird. Dieses Jahr nahmen Marie-Antoinette Chiarenza, Künstlerin als Präsidentin, Helen Hirsch, Direktorin des Kunstmuseums Thun, Matthieu Haudenschild, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Solothurn und Brigitte Müller in der Jury Einsitz.

Die Mehrheit sind Künstlerinnen

Aus 181 eingereichten Arbeiten wurden dieses Jahr 49 Dossiers angenommen. «27 davon stammen von Künstlerinnen», sagt Brigitte Müller. «Zum ersten Mal sind mehr Frauen als Männer mit dabei», freut sie sich. Der älteste Teilnehmer weist Jahrgang 1940 auf, die Jüngste wurde 1996 geboren.

«Die Auswahlkriterien sind in den meisten Jahresausstellungen die gleichen», schreibt die Jury in ihrem Bericht. «Die aktuelle künstlerische Produktion soll sichtbar werden.»

Gut sei stets, wenn die Kunstschaffenden sorgfältig produzierte und aussagekräftige Dossiers einreichten. Doch Tatsache bleibe - so die Jury im Bericht - dass in der Kunst jede Auswahlsituation unfair bleibe, denn letztlich seien alle Entscheide subjektiv. Dieses Jahr fällt auf, dass einige junge, weniger bekannte Namen unter den ausgestellten Arbeiten zu finden sind. Malerei, Video, Installation, Zeichnung - alle Arten des künstlerischen Ausdruckes sind vertreten.

Wyss, Adhihetty und Baumgartner im Grafischen Kabinett

Den Ausstellungspreis der Stadt Solothurn, der jeweils an der Jahresausstellung vergeben wird, geht diesmal an Barbara Meyer Cesta für ihre Arbeiten «Kleine Vase 1 und 4».

Wie jedes Mal in Solothurn sind im Grafischen Kabinett Arbeiten von jungen, noch weniger bekannten Kunstschaffenden zu sehen, die dem Kunstverein aufgefallen sind und zum «Freispiel» eingeladen wurden. Diesmal sind Matthias Wyss (*1985) Malerei, Roshan Adhihetty (*1990) Foto und Franziska Baumgartner (*1987) Installation, kennen zu lernen, die mit ihren drei künstlerischen Positionen untereinander in einen Dialog treten.