Kanton Solothurn

Gemeinden wollen mehr Subventionen für familienergänzende Kinderbetreuung

Der Bund bietet Gemeinden, welche schul- und familienergänzende Kinderbetreuung neu oder stärker subventionieren, finanzielle Unterstützung an – befristet auf 5 Jahre. Eine grosse Mehrheit der Solothurner Einwohnergemeinden will von diesem Angebot profitieren. Der Kanton soll beim Bund ein entsprechendes Gesuch einreichen.

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Eine Umfrage zeigt: 58% der Solothurner Einwohnergemeinden unterstützen bereits familien- und schulergänzende Angebote. (Archivbild)

Eine Umfrage zeigt: 58% der Solothurner Einwohnergemeinden unterstützen bereits familien- und schulergänzende Angebote. (Archivbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

80 Prozent der Solothurner Gemeinden sind der Meinung: Der Kanton soll beim Bund ein Gesuch einreichen, damit Gemeinden, die schul- und familienergänzende Kinderbetreuung anbieten, mehr Subventionen erhalten.

Der Bund hat auf den 1. Juli 2018 zusätzliche Finanzhilfen in Kraft gesetzt. Damit werden Kantone und Gemeinden unterstützt, welche die Subventionen für entsprechende Leistungen erhöhen und dadurch die Drittbetreuungskosten der Eltern senken.

Das Amt für soziale Sicherheit hat nun zusammen mit dem Verband Solothurner Einwohnergemeinden abgeklärt, in welcher Form und Höhe aktuell Subventionen getätigt werden und welche Änderungen geplant sind. Man hat herausgefunden:

  • Etwas mehr als die Hälfte der Solothurner Einwohnergemeinden (58%) unterstützt bereits familien- und schulergänzende Angebote, indem sie Mietkosten übernehmen, Betriebsbeiträge zahlen, Defizite tragen oder Beiträge direkt an die Eltern ausrichten.
  • 40 Einwohnergemeinden (37%) planen in den nächsten fünf Jahren Subventionsänderungen; davon sehen 37 Gemeinden eine Erhöhung oder Neueinführung von Subventionen vor.
  • Die grosse Mehrheit der Solothurner Einwohnergemeinden (80%) wünscht, dass der Kanton beim Bund ein Gesuch um Finanzhilfen für die Erhöhung der Subventionen stellt.

Darauf hat der Kanton Solothurn zusammen mit dem Verband Solothurner Einwohnergemeinden entschieden, das Gesuch beim Bund einzureichen. Von diesen Bundesbeiträgen können während dreier Jahren jene Einwohnergemeinden profitieren, welche Subventionen für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung im Zeitraum August 2020 bis Juli 2023 einführen oder erhöhen. (szr/sks)