Jugendpolittag

Im neuen Kantonsratssaal hatten die Jugendlichen das Sagen

87 Jugendliche diskutierten am fünften Jugendpolittag des Kantons Solothurn über verschiedene Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen. So beispielsweise die Cannabis-Legalisierung, aber auch die Abschaffung der Hauswirtschaftswoche an der Kanti.

Silvana Grellmann
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Fünfter Jugendpolittag des Kanton Solothurn
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In Gruppen wurden zuerst brennende Themen diskutiert und die wichtigsten Punkte aufgeschrieben.
Im neuen Kantonsratssaal wurden sie dann vor allen Teilnehmern vorgestellt
Gespannt verfolgen die Jugendlichen, was die verschiedenen Gruppen präsentieren.
Unter die Jugendlichen haben sich auch einige Kantonsräte gemischt.
Auch Kantonsratspräsident Christian Imark war da. Er hielt das Schlusswort.

Fünfter Jugendpolittag des Kanton Solothurn

Hansjörg Sahli

Die Tatsache, dass rund 130 Personen im Kantonsratssaal sitzen, ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Das dabei aber 87 Jugendliche mit von der Partie sind schon eher. Anlass dazu gab am Mittwoch der Jugendpolittag, der jeweils einmal jährlich durchgeführt wird. «Das Ziel ist, dass sich Kantonsrat und Jugendliche begegnen, aktuelle Themen diskutieren und bestenfalls Vorurteile abbauen können», erklärt Stefanie Wyss, welche im Namen der Jugendförderung Solothurn Mitglied im Organisationskomitee des Jugendpolittags ist.

Jugendpolittag

Der Jugendpolittag des Kantons Solothurn findet bereits seit 2008 statt. Er ist ein Projekt, welches 1 Mal pro Jahr die Begegnung und den Dialog zwischen Jugendlichen und Kantonsrätinnen und Kantonsräten ermöglicht.

Organisiert wird der Anlass von der Jugendförderung Kanton Solothurn. (mgt)

Nachdem in Gruppen, welche jeweils einer Region zugeordnet wurden, unterschiedlich Themen vorgeschlagen wurden, fiel die Wahl in der Gruppe Solothurn-Lebern auf folgende drei Themenschwerpunkte: die Arbeit der Polizei, die Hauswirtschaftswoche an der Kantonsschule in Solothurn, welche aufgrund von Sparmassnahmen abgeschafft werden soll, und die Cannabis-Legalisierung.

Im Plenum vorgestellt

In der Diskussion zeigte sich, dass beim Thema Polizei nicht wirklich viel zu machen war. Dies, da die Politik nur strategische Massnahmen treffen könne. Beim Thema der Hauswirtschafts-Woche wurde beschlossen, dass die vier anwesenden Kantonsschüler diesbezüglich einen Brief an den Kantonsrat schicken werden.

Beim Thema Cannabis-Legalisierung kamen dann vor allem Meinungen zur Sprache. «Es erstaunte uns, dass alle fünf Kantonsräte in unserer Gruppe für eine Legalisierung des Cannabis-Konsums waren», sagt Lukas Rätz, in der anschliessenden Plenumsdiskussion, in der alle Gruppen zusammen kamen und ihre Themenschwerpunkte vorstellten.

Eine gute Sache

Nicht nur Christian Imarck, bezeichnete den Jugendpolittag abschliessend als eine «gute Sache». Auch Kantonsrätin Anna Rüefli von der SP war zufrieden: «Ich fand es sehr interessant mit den Jugendlichen zu sprechen, auch die Diskussion lief richtig gut und alle konnten ihre Meinung äussern». Eben so begeistert war Hubert Bläsi (FDP): «Man merkte, dass die Jugendlichen mit Herzblut dabei waren. Sie versteckten sich nicht sondern äusserten ihre Meinung. Und schliesslich hoffe ich natürlich, dass wir das politische Interesse von einigen Jugendlichen wecken konnten.»