Schlussstrich
Kanton verkauft auch die letzten Alpiq-Aktien

Wie angekündigt, verkauft der Kanton seine letzten noch vorhandenen Alpiq- Aktien. Käufer ist diesmal der Energieversorger IBB Holding AG in Brugg.

Drucken
Teilen
Der Verkaufserlös beträgt rund 26 Mio. Franken.

Der Verkaufserlös beträgt rund 26 Mio. Franken.

Bruno Kissling

Dies hat der Regierungsrat beschlossen, der damit die «historische» Verbindung von Kanton und Alpiq (früher Atel) endgültig auflöst. Der Verkaufserlös beträgt rund 26 Mio. Franken und bringt einen einmaligen Buchgewinn von 5,2 Mio. Franken.

Bereits im vergangenen September wurde ein Aktienpaket im Gesamtbetrag von 113 Mio. Franken an die Primeo Energie und die Regio Energie Solothurn verkauft. Für das Restaktienpaket habe nun mit der IBB Holding AG ein weiterer in der Region Brugg (Kanton Aargau) verankerter Energieversorger als Käufer gefunden werden können, schreibt die Regierung. Mit der IBB sei analog zu den bereits getätigten Verträgen ein Preis von 70 Franken je Aktie vereinbart worden.

Begründet wird der Verkauf mit der Neuorganisation des Aktionariats der Alpiq Holding AG. Die drei Hauptaktionärsgruppen hätten unter sich vereinbart, dass sie in Zukunft einen bestimmten Teil der Wasserkraftproduktion der Alpiq beziehen – und zwar im selben Verhältnis, in dem sie an der Alpiq beteiligt sind. «Für den Regierungsrat ist dies aus wirtschaftlichen Überlegungen durchaus nachvollziehbar und sinnvoll. Für den Kanton hätte diese Pflicht jedoch zur Folge, dass er ungewollt als Strombezüger und -händler zum Konkurrenten der regionalen Energieversorger würde.»

Diesen Effekt wolle der Regierungsrat vermeiden und habe sich aus volkswirtschaftlichen Überlegungen deshalb entschieden, seine Alpiq-Aktien an regionale Energieversorger abzutreten, um diese zu stärken und ihnen den Zugang zu Strom aus Schweizer Wasserkraft zu sichern. (szr)

Aktuelle Nachrichten