Crémines

Keine Einnahmen wegen Corona: Sikypark bittet in der Notsituation um Spenden

Auch der Sikypark in Crémines ist vom Corona-Lockdown betroffen und musste die Tore für Besucher schliessen. Doch die Arbeit mit und für die Tiere muss weitergehen. Und das kostet viel Geld.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Tiere im Sikypark in Crémines
13 Bilder
Die Wölfe in ihrem Gehege
Ein Gelbhaubenkakadu
Betreuung und Versorgung der Tiere kostet pro Monat 100'000 Franken.
Tiere im Sikypark

Tiere im Sikypark in Crémines

zvg

Die verschärften Massnahmen des Bundesrates vom 16. März 2020 betreffen auch den Sikypark in Crémines. Der Tierpark musste die Tore für die Besucher schliessen. «Unsere Tiere müssen aber logischerweise weiter versorgt werden», sagt der Präsident des Vereins SikyFriends, Thomas Haas aus Obergösgen. «Die Tierpfleger haben sich in zwei Teams zu je vier Personen zur Betreuung der Tiere eingeteilt», weiss er. «So können die Abstandsregeln gut eingehalten werden.»

Doch fallen seit der Schliessung alle Einnahmen von Besucherinnen und Besucher weg, hingegen bleiben die Kosten für die Betreuung und Versorgung der Tiere von rund 100'000 Franken pro Monat bestehen.

Tierpark noch im Aufbau begriffen

Es ist davon auszugehen, dass dieser Zustand mehrere Wochen, sogar Monate bestehen bleibt. «Im Klartext heisst dies, dass der Sikypark in dieser Zeit keinerlei Einnahmen hat», so Haas. Daher sei finanzielle Hilfe für den Sikypark unumgänglich. Umso mehr sich der Tierpark nach der Renovation vor eineinhalb Jahren sowieso noch in einer Aufbauphase befinde und jetzt nicht daran gedacht werden könne, die vielen Darlehen der damaligen Kreditgeber momentan begleichen zu können, erläutert Haas.

Man sei sich bewusst, dass alle Zoos momentan in der gleichen Situation seien. «Für uns mache ein solcher Spendenaufruf Sinn, denn wir müssen etwas unternehmen.» Der Spendenaufruf sei vor gut einer Woche auf Facebook gestartet worden und habe derzeit schon Gelder in der Höhe von 6500 Franken gebracht. «Wir erleben also viel Goodwill und hoffen zusätzlich, auf diese Art noch weitere Mitglieder für unseren Freundesverein SikyFriends finden können», sagt der Vereinspräsident.

Derzeit weise der Verein 150 Mitglieder auf. Haas schildert, wie es momentan im Park aussieht. «Ich war vergangenen Samstag für einen Augenschein dort. Die Situation ist etwas gespenstig. Die Tiere spüren sicher, dass keine Besucher kommen, denn sie sind Publikum gewöhnt. Besonders diejenigen Tiere, die wir aus Tierschutzfällen bei uns aufgenommen haben.» Die Pfleger bemühen sich jedoch – wie sonst auch – den Tieren so viel Abwechslung wie möglich zu verschaffen. «Indem ihr Futter versteckt wird zum Beispiel.» Haas dankt bei dieser Gelegenheit den ehrenamtlich mitarbeitenden Personen im Sikypark, ohne die ein solcher Betrieb gar nicht möglich wäre. «Alle sind mit Herzblut dabei zum Wohle der Tiere.»

Verschiedene Arten von Spenden sind möglich

Mit einer Spende, egal in welcher Höhe, kann dazu beigetragen werden, den Sikypark in dieser Notsituation zu unterstützen. Jede Spende wird vollumfänglich den Tieren und seinen Helfern im Sikypark zu Gute kommen, versichert Haas. Es sei auch daran erinnert, dass man ein Jahresabonnement für den Tierpark kaufen könne (Erwachsener 50 Franken; Kinder 25 Franken). Möglich sind auch Patenschaften für ein Tier, oder man kann dem Freundesverein SikyFriends für 150 Franken pro Jahr beitreten.

Infos zum Tierpark und der Spendenaktionen gibt es unter www.sikypark.ch

Angaben

- Spendenkonto SikyFriends : 60-786373-7

- IBAN : CH11 0900 0000 6078 6373 7

- Postfinance ; Kreditkarte ; Paypal : https://sikypark.payrexx.com/de/pay?cid=38b1e9b9