Künstlertalente
So begründet der Kanton Solothurn die Förderpreise 2022 und Atelierstipendien Paris 2023

Der Kanton Solothurn fördert junge Kunstschaffende mit den Förderpreisen und Atelierstipendien. Hier sind die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner.

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Das Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn vergibt die Förderpreise 2022 im Kofmehl. Von links: David Scholl, Aline Stalder, Salome Moana Schnyder, Anna Stüdeli, Sara Affolter, Anna Jeger, Mattania Bösiger, Andrea Fortmann, Patrick Joray.

Das Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn vergibt die Förderpreise 2022 im Kofmehl. Von links: David Scholl, Aline Stalder, Salome Moana Schnyder, Anna Stüdeli, Sara Affolter, Anna Jeger, Mattania Bösiger, Andrea Fortmann, Patrick Joray.

José R. Martinez

Der Kanton Solothurn hat am Mittwochabend in der Kulturfabrik Kofmehl die Förderpreise 2022 und Atelierstipendien 2023 im Rahmen einer offiziellen Feier übergeben. Dies sind die Preisträgerinnen und Preisträger und die jeweilige Begründung des Kantons.

Förderpreis Fotografie 2022: Sara Affolter, Fotografin

Sara Affolter, Fotografin

Geboren am 6. August 1997 in Solothurn
Heimatort: Gerlafingen
Wohnhaft in Lohn-Ammannsegg

Sara Affolter, 1997 in Solothurn geboren, war sechs Jahre alt, als sie ihre erste Fotokamera geschenkt bekam. Es wurde für sie das Medium ihrer Leidenschaft. Zurzeit befindet sie sich in der Ausbildung zur Fotografin an der Schule für Gestaltung in Bern und bereitet sich auf ihre Diplomarbeit vor. Nach bestandener Abschlussprüfung will sie sich selbständig machen und von der Fotografie leben.

Sara Affolter arbeitet heute an mehreren Projekten. Eins davon, das Langzeitprojekt «Misshandelt», hat es in sich: Sie nähert sich mit ihrer Kamera misshandelten Tieren und stellt diese in den Mittelpunkt ihrer Portraitfotografie. Ziel ist ein Bildband mit politischem Anspruch, denn Sara Affolter engagiert sich für den Tierschutz und will die Hälfte des Erlöses aus dem Bildbandverkauf dafür einsetzen.

Die Bildsprache der Fotografin ist gekennzeichnet von attraktiver Lichtgestaltung und überzeugenden Bildkompositionen. Ihre Bilder setzen sich konzeptionell mit einem Thema auseinander, zeugen von ihrem Ideenreichtum und technischem Können. Dabei vermittelt sie Emotionen und Stimmungen, die nicht immer nur behagen, aber gerade deshalb zum Nachdenken anregen.

Sara Affolter soll auf ihrem fotografischen Weg und in ihrem künstlerischen Schaffen gefördert und unterstützt werden. Hierfür erhält sie einen Förderpreis Fotografie 2022.


Förderpreis Bildende Kunst 2022: Mattania Bösiger, Maler

Mattania Bösiger, Maler

Geboren am 13. Juli 1991 in Solothurn
Heimatort: Heimenhausen
Wohnhaft in Basel
2020 Atelierstipendium Paris des Kantons Solothurn

Mattania Bösiger, 1991 in Solothurn geboren, studierte nach einer Lehre als Hochbauzeichner und nach dem gestalterischen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Bern in Biel Freie Kunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel. Er gründete 2015 das Kollektiv «Macherei» und arbeitet seither als freier Künstler und Szenograf. 2020 lebte und arbeitete er im Rahmen eines Atelierstipendiums des Kantons Solothurn in Paris.

«Versuch sich Überblick zu verschaffen» ist der Titel eines Bildes von Mattania Bösiger aus dem Jahr 2020. Es zeigt das Abbild eines Objekts in einem durch Linien angedeuteten Raum, der seinerseits in einem Raum verortet ist, in den mit langen Schatten ein Schlaglicht fällt. Verschiedene Objekte und Motive begleiten das Szenario, darunter ein kleines Haus auf einem Sockel, ebenfalls Schatten werfend, und vertikale Striche, wie sie zum Abhaken vergangener Tage gemacht werden.

Das Bild scheint wie eine Versuchsanordnung, bei der Mattania Bösiger die Themen Raum und Raumverständnis, Realität, Zeit und Handlungen miteinander in Beziehung setzt. Es sind diese Themen und die Ausweitung des Raumbegriffs ins Digitale, die ihn zurzeit interessieren. Seit seinem Atelieraufenthalt in Paris haben seine Arbeiten an Prägnanz und Kraft gewonnen und der Künstler zu einer eigenen Bildsprache gefunden.

Der Förderpreis Bildende Kunst 2022 soll Mattania Bösiger ermöglichen, die Energie in seinem Schaffen zu nutzen und sich auf seine Weiterentwicklung zu konzentrieren. Mit anderen Worten: sich weiter Überblick zu verschaffen.


Förderpreis Bildende Kunst 2022: Andrea Fortmann, Kunstschaffende

Andrea Fortmann, Kunstschaffende

Geboren am 13. Juni 1991 in Bern
Heimatort: Solothurn
Wohnhaft in Luzern

Andrea Fortmann wurde 1991 in Bern geboren. Sie lebt und arbeitet im Dreieck Luzern-Basel-Solothurn als freischaffende Künstlerin. Mit ihren Werken war sie in Ausstellungen wie der Jungkunst Winterthur, in der Kunsthalle Luzern und im Kunsthaus Steffisburg vertreten. Sie ist als freischaffende Vermittlerin am HEK, dem Haus der elektronischen Künste in Basel, tätig und gründete unter dem Namen «slot_» mit einem Künstlerinnen-Kollektiv einen Offspace im Residenz-Format in Luzern.

Die konzeptuellen Arbeiten von Andrea Fortmann untersuchen die Eigenwahrnehmung und das Abbild des Körpers im Kontext der ihn umgebenden Umwelt. Dabei befragt sie das eigene Handeln und die damit verbundene Verantwortung sowie Sinnhaftigkeit. Den Ausgangspunkt der Werke bildet die Verknüpfung des analogen mit dem virtuellen Alltag der Künstlerin.

Dies geschieht in Form von interaktiven Objekten und begehbaren Installationen von dem Kontext entzogenen Beobachtungen in Fotografie und Videoessays. Aktuell gilt Andrea Fortmanns Interesse dem Wandel und der Wahrnehmung von Arbeit. Insbesondere möchte sie sich dabei aus einer persönlichen Perspektive mit der Strategie des Menschen beschäftigen, im Tun Sinn zu finden.

Die Fachkommission Bildende Kunst und Architektur erachtet Andrea Fortmanns Schaffen als äusserst förderungswürdig. Ein Förderpreis Bildende Kunst 2022 soll ihr ermöglichen, in der Kunst- und Kulturwelt aktiv zu sein und sich weiter ihrer künstlerischen Tätigkeit zu widmen.


Förderpreis Musik 2022: Anna Jeger, Cellistin

Anna Jeger, Cellistin

Geboren am 16. August 1995 in Solothurn
Heimatort: Solothurn
Wohnhaft in Zürich

Anna Jeger wurde 1995 in Solothurn geboren und verfolgt als junge Cellistin konsequent und mit grösster Hingabe ihren Weg zu einer ausgereiften Künstlerinnenpersönlichkeit. Schon als Vierjährige erhielt sie auf eigenen Wunsch ersten Cellounterricht. Im Alter von zehn Jahren wurde sie in die Talentförderklasse der Musikakademie Basel aufgenommen.

Gleichzeitig mit ihrem Maturitätsabschluss an der Kantonsschule Solothurn bestand sie die Aufnahmeprüfung an die Zürcher Hochschule der Künste mit Bravour. Dort schloss Anna Jeger 2019 mit dem Bachelor of Arts ab, zwei Jahre später mit dem Master of Arts in Pädagogik mit Auszeichnung. Gegenwärtig setzt die Musikerin ihre Studien fort und absolviert an der Haute école de musique in Genf den Master of Arts in Performance.

Schon während ihres Studiums trat Anna Jeger als Solo-Cellistin mit Orchestern und als versierte Kammermusikerin auf. Im Duo Jeger/Tang spielt sie seit über vier Jahren regelmässig und sie scheut sich auch nicht, mit einer Band im Popbereich aufzutreten.

Mit dem Förderpreis Musik 2022 wird Anna Jeger dabei unterstützt, ihre nächsten Projekte – wie Konzerte mit «vergessener Musik», ihr CAS-Studium in Musikphysiologie und ihren Abschluss in Genf – zu verwirklichen.


Förderpreis Musik 2022: Patrick Joray, Saxofonist

Patrick Joray, Saxofonist

Geboren am 10. Juni 1999 in Solothurn
Heimatort: Liesberg
Wohnhaft in Gerlafingen

Patrick Joray wurde 1999 geboren und wuchs in Gerlafingen in einem musikalischen Umfeld auf. Seine Mutter ist Ukulele- und Gitarrenlehrerin, sein Vater spielte Querflöte. Mit neun Jahren begann er Saxofon zu spielen. An der Kantonsschule machte er erste Band-Workshop-Erfahrungen bei Martin Albrecht und besuchte Musikunterricht bei Patrick Kappeler und parallel dazu die Swiss Jazz School in Bern.

Etwas später auch Privatunterricht beim Berner Saxophonisten Donat Fisch. Die Matur mit Schwerpunkt Musik erlangte Patrick Joray mit dem besten Vorspiel. Im Sommer 2021 schloss er das Bachelor-Studium in Arts of Music am Jazzcampus Basel mit Auszeichnung ab.

Als Saxofonist spielt Patrick Joray, als Bandleader oder als Sideman, in verschiedensten Bandkonstellationen. Er spielt mit seinem Bruder Silvan Joray im «Joray Brothers Quartet» und hat Anfang 2021 das «Patrick Joray Quintet» gegründet. Motiviert von Mark Turner, seinem Mentor und Lehrer am Jazzcampus Basel, verfolgt Patrick Joray das Ziel, seine Karriere in New York weiterzuführen.

Der Musiker verfügt über die richtigen Voraussetzungen, um sich an die Spitze hochzuarbeiten: Er ist motiviert, diszipliniert, talentiert, hat einen wunderbaren Sound am Instrument und verfügt über eine Spielweise, die sehr von seinen Vorbildern inspiriert ist und sich doch bereits durch eine klare eigene Stimme auszeichnet.

Mit dem Förderpreis Musik 2022 soll Patrick Joray sein grosses Ziel, nach New York zu ziehen, ermöglicht werden.


Förderpreis Tanz 2022: Dustin Kenel, Theater- und Tanzschaffender

Dustin Kenel, Theater- und Tanzschaffender

Geboren am 20. Mai 1997 in Niederbipp
Heimatort: Arth
Wohnhaft in Bern

Dustin Kenel wurde 1997 geboren und hat seine Jugend und Schulzeit in Solothurn verbracht. Nach dem Bachelor in Kunst und Vermittlung an der Hochschule für Kunst und Design Luzern widmet er sich seinen Soloperformances und hat im Rahmen seines Studienabschlusses das Tanz- und Theaterkollektiv «noDIN» gegründet, das im Mai im Luzerner Südpol seine Performance «I am many, I contains multitudes» uraufgeführt hat.

Was Dustin Kenel und sein Kunstschaffen charakterisiert, lässt sich am besten mit seinen eigenen Worten beschreiben: «Ich beschäftige mich mit feministischen Themen, spezifisch mit meiner Verantwortung als Person mit männlichen Privilegien. Deshalb interessieren mich Machtdynamiken, wie diese reproduziert werden und was für Rollen sie generieren.»

Diese Recherche fliesst in Performances ein, die seine persönliche Involvierung in diese Prozesse zu erforschen suchen. Er schreibt Texte, schlüpft in Kostüme, erzielt dadurch die Verfremdung genormter Rollenbilder und dies im Theater und Kunstkontext – zum Beispiel mit der Performance «uniforma».

Um Dustin Kenel seine spannende und originelle Recherche weiter zu ermöglichen, erhält er einen Förderpreis Tanz 2022.


Förderpreis Musik 2022: Salome Moana Schnyder, Sängerin

Salome Moana Schnyder, Sängerin

Geboren am 26. November 1994 in Solothurn
Heimatort: Halten
Wohnhaft in Solothurn

Salome Moana Schnyder, 1994 in Solothurn geboren, absolvierte nach der Matur ein einjähriges Vorstudium an der Swiss Jazz School in Bern und ging dann weiter nach Basel, um am Jazzcampus der Musikakademie zu studieren. Dort hat sie den «Bachelor of Arts in Music» in Jazzgesang – mit Nebenfach Jazzklavier und klassischem Gesang – sowie den «Master in Musikpädagogik» – mit Hauptfach Jazzgesang und Nebenfach Jazzpiano – mit Auszeichnung abgeschlossen.

Salome Moana Schnyder ist Sängerin, Komponistin und Produzentin. Mit ihrem selbstproduzierten Debütalbum «Delicate» präsentiert sie vorwiegend Eigenkompositionen sowie arrangierte Standards, die sich stilistisch in der Chamber-Jazz-Pop-Nische bewegen. Im März 2019 lebte Salome Moana Schnyder während eines musikalisch intensiven Aufenthalts in New York und Boston.

Durch tägliche Jamsessions, zahlreiche Konzertbesuche, Gesangsstunden sowie regelmässigem Austausch mit freischaffenden Jazzmusikerinnen und -musikern konnte sie ihren musikalischen und kompositorischen Horizont erweitern und sich als Sängerin weiterentwickeln. Um diesen Weg fortzusetzen, möchte sie für einen weiteren längeren Aufenthalt nach New York zurückkehren.

Die Fachkommission Musik möchte die vielseitige, innovative und engagierte Jazzmusikerin in diesem Vorhaben unterstützen und vergibt Salome Moana Schnyder einen Förderpreis Musik 2022.


Förderpreis Fotografie 2022: David Scholl, Fotograf

David Scholl, Fotograf

Geboren am 17. Dezember 1994 in Grenchen
Heimatort: Diessbach b. Büren
Wohnhaft in Selzach

David Scholl wurde 1994 in Grenchen geboren und absolvierte nach den Schulen in Selzach und Bellach eine Lehre als Sanitärinstallateur. 2020 begann der Selzacher eine Weiterbildung in Fotografie HF an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. Seit 2019 stellt der Fotograf seine Arbeiten sowohl in der Region, als beispielsweise auch an der Photobastei in Zürich aus.

Aus David Scholls Portfolio sprüht Entdeckungsfreude und Offenheit. Hier geht ein junger Mensch mit offenem Geist und ansteckender Neugier an vermeintlich banale Themen heran, so dass das Resultat niemanden kaltlässt. Der Quereinsteiger streckt seine Fühler in verschiedene Richtungen aus: Er beschäftigt sich mit Landschaftsfotografie, Portraits bis hin zu dokumentarischen Arbeiten und beweist dabei ein gutes Gespür für Themen, Formate und Inhalte.

Er arbeitet auch gern im analogen Bereich, nutzt vom Klein- über das Mittel- bis zum Grossformat verschiedene Techniken und passt diese jeweils der gestalterischen Vision an. Doch David Scholl ist nicht nur experimentierfreudig und wissbegierig, er arbeitet auch genau und bleibt hartnäckig, bis ihm das Resultat entspricht.

Um David Scholl auf diesem Weg zu unterstützen, verleiht die Fachkommission Foto und Film ihm einen Förderpreis Fotografie 2022. Der Preis wird ihm ermöglichen, seine dokumentarischen Arbeiten zu vertiefen oder aber sich im Bereich der Grossformatfotografie weiterzuentwickeln.


Förderpreis Bildende Kunst 2022: Aline Stalder, Kunstschaffende

Aline Stalder, Kunstschaffende

Geboren am 1. Januar 1980 in Solothurn
Heimatort: Solothurn
Wohnhaft in Basel
2019 Atelierstipendium Paris des Kantons Solothurn

Aline Stalder ist 1980 in Solothurn geboren, wo sie auch aufwuchs. Ihr Diplom als Künstlerin erhielt sie 2017 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Seither zeigt sie ihre Werke regelmässig an Ausstellungen im In- und Ausland. Was Aline Stalder sieht, was sie berührt, nimmt sie mit – in ihrer Erinnerung oder als Fundstück.

Sie ist eine Sammlerin des Alltäglichen und eine aufmerksame Beobachterin des Geschehens um sie herum. Aline Stalder bezeichnet ihre Objekte als Protagonisten und der Schauplatz ihrer Installationen wird zur Bühne, auf der Geschichten erzählt werden. Geschichten, die das eigene Erinnern wecken, häufig mit einem Augenzwinkern.

Aline Stalder sagt: «Wir nehmen alle unsere Geschichte mit, wohin wir auch gehen. » Ihre Spur als Künstlerin führt unter anderem nach Italien, dank des Atelierstipendiums des Kantons Solothurn 2019 nach Paris und demnächst wird sie als Artist in Residence im Atelier des Stipendienprogramms «Atelier Mondial» in Berlin arbeiten.

So viel Reisen weckt die Sehnsucht nach einem Ort der Geborgenheit, nach einem Rückzugsort. Einen solchen hat Aline Stalder in Civitella d‘Agliano in Italien gefunden. Hier möchte sie die während ihrer Bachelor-Arbeit gesponnenen Fäden aufnehmen und sich ein Refugium bauen. «To build a retreat» – in den Gemäuern eines alten Stalls will sie ihren eigenen Kosmos errichten.

Die Fachkommission Bildende Kunst und Architektur unterstützt Aline Stalder in ihrem Vorhaben mit einem Förderpreis Bildende Kunst 2022.


Atelierstipendium Paris Januar bis Juni 2023: Anna Stüdeli, Kunstschaffende

Anna Stüdeli, Kunstschaffende

Geboren am 21. April 1990 in Bern
Heimatort: Bellach
Wohnhaft in Hamburg
2019 Förderpreis Bildende Kunst

Die 1990 geborene und in Solothurn aufgewachsene Bildende Künstlerin Anna Stüdeli absolvierte von 2014 bis 2018 den Bachelor «Medien und Kunst» an der Zürcher Hochschule der Künste. In ihrer Abschlussarbeit setzte sie sich mit Nahaufnahmen von Werbeplakaten auseinander und reflektierte damit die Oberfläche westlicher Werbeästhetik in der Bildproduktion.

2021 hatte Anna Stüdeli die Möglichkeit, diesen Bilderzyklus beim Schweizer Kunstbuch-Verlag Edition Patrick Frey als Buch mit dem Titel «PRIMAL» zu veröffentlichen.

Bereits nach ihrem Bachelor wagte Anna Stüdeli den Schritt ins Unbekannte und entschloss sich für einen Master in Bildhauerei in Hamburg, den sie 2021 erfolgreich abschloss. Der 2019 erhaltene Förderpreis des Kantons Solothurn half mit, diese herausfordernde, aber auch lehrreiche Zeit zu bewältigen.

Das Atelierstipendium in Paris mit seiner grossstädtischen Werbelandschaft möchte Anna Stüdeli nun nutzen, um ein zweites Buch zu realisieren, das an «PRIMAL» anknüpft. Die Fachkommission Bildende Kunst und Architektur ist fasziniert von Anna Stüdelis immer wieder neuem Umgang mit Materialien und beobachtet die rasante Entwicklung einer eigenständigen, künstlerischen Sprache.

Die Fachkommission Bildende Kunst und Architektur unterstützt Anna Stüdeli bei diesem Prozess und ermöglicht ihr den Atelieraufenthalt in Paris 2023.


Atelierstipendium Paris Juli bis Dezember 2023: Dominic Röthlisberger, Komponist

Dominic Röthlisberger, Komponist

Geboren am 6. April 1993 in Solothurn
Heimatort: Langnau i.E.
Wohnhaft in Nennigkofen

Dominic Röthlisberger wurde 1993 in Solothurn geboren und verbrachte seine Kindheit in Bellach. Mit sieben Jahren begann er klassisch Klavier und Cello zu spielen. Mit 15 Jahren wechselte er zum Jazz-Piano und schrieb für seine Matur die erste Komposition für ein kleines Ensemble und Orchester.

Dominic Röthlisbergers Begeisterung für die Komposition brachte ihn schliesslich an die Zürcher Hochschule der Künste, wo er 2020 den Master Komposition mit Vertiefung Komposition für Film, Theater und Medien abschloss. Seither komponiert er für Bühnen- und Filmprojekte sowie Installationen und Konzertensembles.

Bereits vor seinem Studium entdeckte Dominic Röthlisberger die Leidenschaft für die Bühne und blieb bis heute der Musik für diese treu. Diverse Bühnenproduktionen zeigten Erfolge. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit dem Medium Film. Seine Musik zur filmischen Fiktion «Mutter» feierte nationale Premiere an den Solothurner Filmtagen 2021.

Auch Animationen, Kurz- und Experimentalfilme vertont der Nennigkofer. Dominic Röthlisberger hat auch schon für die Solothurner Singknaben geschrieben. Selber gibt er als Sänger der Vokalformation «LaLausch» regelmässig Konzerte im Raum Solothurn.

Die Fachkommission Musik will das grosse Talent von Dominic Röthlisberger und seine Vielseitigkeit fördern und ermöglicht ihm ein Atelierstipendium in Paris 2023.