Agrardaten

Mehr als Bauernschläue: Agrar-Internetlösung im Solothurnischen funktioniert

Obwohl das neue System für Direktzahlungen der Kantone Solothurn, Bern und Freiburg im Vorfeld für Ängste sorgte, wird jetzt Entwarnung gegeben. Laut dem Kanton Solothurn bewährt sich die neue Internetlösung für Agrardaten bestens.

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Ökologische Ausgleichsfläche

Ökologische Ausgleichsfläche

Oliver Menge

Die richtige Auszahlung von landwirtschaftlichen Direktzahlungen stellt heute eine grosse Herausforderung dar. Um die Abwicklung effizient und effektiv bewältigen zu können, haben die drei Kantone Solothurn, Bern und Freiburg gemeinsam eine Internet-Lösung entwickelt. Die Landwirte haben ihre Agrardaten über das Netz erfasst und konnten erstmals ökologische Ausgleichsflächen und Rebflächen auf elektronischen Karten direkt am Bildschirm einzeichnen und verändern.

Die Landwirte haben diese neue Herausforderung angenommen und mehrheitlich sehr gut bewältigt, schreibt der Kanton Solothurn in einer Medienmitteilung. Während des Erfassungszeitfensters haben rund 15‘000 aller Betriebe mit Anspruch auf Direktzahlungen ihre Daten erfasst. Im Kanton Solothurn waren es 100 Prozent.

Arbeitserleichterung für alle Beteiligten

Die Weiterentwicklung des Agrarvollzugs hat mit der diesjährigen Frühjahrserhebung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die elektronische Erfassung der Direktzahlungsgesuche reduziert nicht nur Übertragungsfehler, sondern führt nach der Umstellung zu einer Arbeitserleichterung sowohl bei den Gesuchstellenden, als auch in den Fachabteilungen der Verwaltung.

Nachdem im letzten Herbst die erste einfache Erhebung über Internet sehr zufriedenstellend durchgeführt werden konnte, stand dieses Frühjahr die eigentliche Nagelprobe an. Die deutlich umfassendere Erhebung konnte nur noch per Internet durchgeführt werden. Dies hat im Vorfeld der Erhebung teilweise zu Befürchtungen Anlass gegeben.

Befürchtungen wurden zerschlagen

Eine Motion im Grossen Rat des Kantons Bern wollte erreichen, dass die Erfassung mittels Papierformularen zumindest auf Wunsch hin weitergeführt wird. Das Festhalten an der elektronischen Erfassung der Agrardaten hat sich nun aber nachweislich bewährt, schreibt der Kanton.

Zum ersten Mal waren in diesem Frühjahr auch Kleinstbetriebe (Hobbytierhaltende und Imker), die keine Direktzahlungen erhalten, mit der Erhebung konfrontiert. Die Erhebung ist nötig, um Tierseuchen vorzubeugen. Dieses Verständnis war nicht überall vorhanden. Ein angepasstes Vorgehen ermöglichte es aber, auch die Daten dieser Betriebe zu erfassen. (fup)