Grenchen

Nach Party trotz Corona-Isolation: Der Kanton prüft die Beschwerde noch

Das Gesundheitsamt reichte gegen die junge Frau eine Anzeige ein, weil sie trotz Corona-Ansteckung in Grenchen feiern ging. Daraufhin wehrte sich die 21-jährige Party-Gängerin. Der Kanton hat in der Sache noch keinen Entscheid getroffen.

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Die 21-Jährige wehrte sich gegen die Anzeige des Gesundheitsamts. Ein Entscheid ist noch hängig. (Symbolbild)

Die 21-Jährige wehrte sich gegen die Anzeige des Gesundheitsamts. Ein Entscheid ist noch hängig. (Symbolbild)

Oliver Menge

Hat eine positiv auf Covid-19 getestete Frau im guten Glauben gehandelt, als sie vor Ablauf der vom kantonsärztlichen Dienst verordneten Isolation zwei Partys in Grenchen besuchte? Das Aktenzeichen bleibt vorerst ungelöst. Auf Nachfrage heisst es aus dem Departement des Innern lediglich, die Aufsichtsbeschwerde sei derzeit noch in Bearbeitung und es sei auch noch offen, wann ein Entscheid vorliegen wird.

Der Rechtsdienst des Departements hatte eine Strafanzeige eingereicht, nachdem sich in der Grenchner Partynacht eine Person angesteckt hatte und 280 Personen in Quarantäne mussten. Die besagte Frau machte aber geltend, sie habe vom Contact-Tracing-Team des Kantons eine falsche Auskunft erhalten: Dahingehend, dass ihre Isolation zehn Tage nach Auftreten der ersten Symptome ablaufe. Und das wäre dann am 26. Juni gewesen, während der kantonsärztliche Dienst die Isolation bis und mit 1. Juli angeordnet hatte. (mou)