Nach Verbot auf der Aare

Nein-Komitee: «Das Jagdgesetz beinhaltet keinerlei Änderungen für das Stand Up Paddling»

Auf der Solothurner Aare sind Stand Up Paddles im nationalen Schutzgebiet verboten. Der kantonale Jagdaufseher sprach von Ausnahmemöglichkeiten, wenn das Jagdgesetz angenommen wird. Dem widerspricht das Solothurner Nein-Komitee.

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Die SUP sollen den Vögeln ungeheuer erscheinen.

Die SUP sollen den Vögeln ungeheuer erscheinen.

zvg

Ab Mitte September gilt auf zwei Aare-Abschnitten ein ganzjähriges Verbot für Stand Up Paddles. Dies weil das Gebiet von Lüsslingen bis Solothurn und von Feldbrunnen bis Flumenthal nationales Schutzgebiet ist. Ein Verbot soll die Wasser- und Zugvögel schützen.

Wenn am 27. September aber das revidierte Jagdgesetz angenommen werden würde, hätten die Kantone die Kompetenz, das Verbot anzupassen, erklärte Marcel Tschan vom Amt für Wald, Jagd und Fischerei.

Den widerspricht nun das Komitee «Jagdgesetz Nein». «Die Revision des Jagdgesetzes, über welche die Schweiz am 27. September 2020 abstimmt, beinhaltet keinerlei Änderungen für das Stand Up Paddling auf der Solothurner Aare», schreibt dieses in einer Mitteilung.

Weder würde die Revision eine Lockerung der Vorschriften zwingend erlauben, noch verhindern. «Die kantonale Verwaltung vermischt hier unzulässigerweise eine mögliche Anpassung der Jagdverordnung mit dem Jagdgesetz, über welches wir abstimmen.» Ein Ja zur Änderung des Jagdgesetzes sei keine Garantie dafür, dass die Jagdverordnung im Sinne der Stand Up Paddler geändert werde. Und auch bei einem Nein zum Gesetz wäre eine Änderung der Jagdverordnung theoretisch trotzdem möglich, weil eine solche das Gesetz nicht bedinge. «Stand Up Paddler können daher ohne zu zögern überzeugt Nein zum missratenen Jagdgesetz sagen und sich damit für den Schutz der heimischen Tierwelt aussprechen», so das Komitee. (ldu/mgt)