Persönlich
Spaghetti wachsen auf den Bäumen

Jemanden in den April schicken - das war lustiger als auch schon. Aber es kommen wieder andere Zeiten.

Balz Bruder
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Morgen ist 1. April. Früher, das heisst bis vor einem Jahr, spielte sich auf den Redaktionen immer das Gleiche ab. Ein paar Tage vor dem ultimativen Termin machten die abenteuerlichsten Geschichten die Runde. Die Kunst bestand darin, eine Story derart zu erzählen, dass sie durch überprüfbare Fakten glaubhaft erschien, um die Leserinnen und Leser nach den Regeln der Kunst «in den April zu schicken».

Nun, die Lust an der Sache ist uns etwas abhandengekommen. Nicht dass sich der Humor verflüchtigt hat, bewahre. Aber er ist vielleicht etwas bissiger und etwas schwärzer geworden. Keine idealen Voraussetzungen, um sich mit frohem Mut und leichter Feder etwas Schönes auszudenken. Deshalb lassen wir es in diesem Jahr. Und zählen darauf, dass 2022 alles anders sein wird.

Bis dahin trösten wir uns mit einem BBC-Scherz aus dem Jahr 1957: Die britische Rundfunkanstalt strahlte einen Dokumentarfilm aus, der glauben machte, es gäbe einen Baum, auf dem Spaghetti wüchsen. Acht Millionen Zuschauer sahen die Sendung. Einige Hunderte riefen nachher beim Sender an, um sich erstens zu vergewissern und sich zweitens nach dem korrekten Anbau des Baums zu erkundigen.

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