Solothurner Justiz

Sexualstraftäter William W. muss sich Anfang Dezember vor Gericht verantworten

Der Fall schlug schweizweit Wellen: Der vorbestrafte Sexualstraftäter William W. wurde 2018 im Raum Olten rückfällig. Anfang Dezember steht der Angeklagte deswegen vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen.

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2016 kam er auf freien Fuss, 2018 wurde er rückfällig: William W.

2016 kam er auf freien Fuss, 2018 wurde er rückfällig: William W.

TeleM1

Diese tragische Geschichte beschäftigt im Kanton Solothurn schon lange: 2006 vergewaltigte William W. in Starrkirch-Wil ein Mädchen. Bereits zuvor war er im Kanton Aargau wegen der Schändung von Kindern verurteilt worden - das war 1999.

Nach der Vergewaltigung in Starrkirch-Wil wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, die zu Gunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben wurden. 2016 wurde der heute 46-Jährige freigelassen; er eröffnete im Raum Olten ein Restaurant, musste noch in ambulante Therapie und stand unter Bewährungshilfe. Bis er 2018 rückfällig wurde.

Von da an sass William W. wieder hinter Gitter. Ende 2019 erhob die Solothurner Staatsanwaltschaft Anklage. Sie wirft W. vor, «zwischen Juli und November 2018 mit drei Kindern in Olten sexuelle Handlungen vollzogen zu haben». Angeklagt ist er zudem wegen sexueller Nötigung und mehrfacher Schändung.

Nun ist auch bekannt, wann sich der Sexualstraftäter vor Gericht verantworten muss: Auf Anfrage heisst es beim zuständigen Amtsgericht Olten-Gösgen, dass der Fall am 3. und 4. Dezember verhandelt werde. Das Urteil würde zu einem späteren Zeitpunkt eröffnet.

Der Fall William W. schlug schweizweit Wellen - es wurde darüber diskutiert, wie so etwas passieren konnte, und was getan werden müsse, damit so etwas nie wieder passiert. Auf politischer Ebene wolle man das Thema für einmal abschliessen; so klang es am Mittwochmorgen aus dem Solothurner Kantonsrat, wo man sich erneut mit dem Untersuchungsbericht zum Fall beschäftigte. (szr)