Visarte Sektion Solothurn

Solothurner Künstler als Zeichner: Eine Übersichtsausstellung

An der Hübelistrasse 30 in Olten zeigen 35 Künstlerinnen und Künstler ihre ganz unterschiedlichen Positionen zur Ausdrucksform «Zeichnung».

Fränzi Zwahlen-Saner
Drucken
Teilen
 Ausstellung Visarte Solothurn an der Hübelistrasse 30 in Olten - in den Räumen des Kunstvereins Olten. 35 Mitglieder stellen hier bis und mit 24. November 2019 aus.
6 Bilder
 Blick in einen der Ausstellungsräume mit den Zeichnungen von 35 Visarte-Mitgliedern der Sektion Solothurn.
 Mitte: «Raumzeichnung» von Thomas Schaub; links: «Zeichnung ohne Titel» von Thomas Woodtli; rechts: Paul Wyss «Kopf-spuren».
 Marc Reist: «Initium» und «Structura».
Visarte Solothurn Ausstellung Zeichnen
 Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, jeweils 14 bis 17 Uhr.

Ausstellung Visarte Solothurn an der Hübelistrasse 30 in Olten - in den Räumen des Kunstvereins Olten. 35 Mitglieder stellen hier bis und mit 24. November 2019 aus.

Bruno Kissling

Die diesjährige Ausstellung der Visarte Sektion Solothurn ist ganz dem Thema «Zeichnung» gewidmet. 35 Künstlerinnen und Künstler haben sich gemeldet und zeigen nun in den drei Räumen in der Galerie an der Hübelistrasse 30 in Olten ihre ganz unterschiedlichen Positionen zu dieser Ausdrucksform. Da gibt genähte Zeichnungen von Ursula Pfister, realistische Stadtansichten von Venedig von Cuno Müller oder Zeichnungen ohne Titel in Mischtechnik von Thomas Woodtli. Es ist eine überraschende und qualitativ hochstehende Bandbreite, die hier stimmungsvoll gehängt wurde.

Man findet fein gezeichnete Porträts von Menschen oder Lieblingstieren, von Gedankengängen, Ent- und Verwirrungen. «Wer zeichnet ist ganz bei sich selbst und geht auch aus sich heraus, weil er etwas mitteilen will», zitierte Christof Schelbert, Olten, an der Vernissage den ehemaligen Professor für Bildnerisches Gestalten an der ETH Zürich, Peter Jenny. Und weiter meinte Schelbert: «Dass man unter Zeichnung ganz Unterschiedliches verstehen kann, wird einem in der Ausstellung eindrücklich vor Augen geführt. Die Grenzen, wo Zeichnung beginnt und wo sie endet, sind fliessend und nicht immer klar auszumachen. Zeichnung könnte man über das Werkzeug, die Zweidimensionalität, das Papier als Bildträger definieren. «Doch das greift alles zu kurz. Was bleibt, ist einzig die Linie, die lineare Spur.»

«Zeichnung» bis 24. November, Galerie Hübelistrasse 30 in Olten. Do–So, 14–17 Uhr.