Parkinson

Solothurner Parkinsonforscher erhält wichtigen Preis

Der mit 100'000 Franken dotierte 5. Annemarie Opprecht Parkinson Award geht an den in den USA lebenden Solothurner Lorenz Studer. Er wird für die Erforschung möglicher Zellersatztherapien im Kampf gegen die Parkinsonerkrankung ausgezeichnet.

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Lorenz Studer

Lorenz Studer

mskcc.org

In seiner Forschung erkundet Studer, wie menschliche pluripotente Stammzellen für die Entwicklung neuer Medikamente und für die Zellersatztherapie eingesetzt werden könnten. Diese Alleskönnerzellen können sich in sämtliche Gewebe des Körpers verwandeln. Sie werden aus überzähligen Embryonen gewonnen.

Lorenz Studer wurde 1966 in Solothurn geboren, studierte in Bern und lebt heute in den USA. Er gilt als einer der profiliertesten Stammzellenforscher weltweit. Er forscht am Sloan-Kettering Institute for Cancer Research in New York und ist Professor für Neurowissenschaften an der Weill-Cornell Medical School in New York.

Den Preis erhält Studer für eine Arbeit im Fachblatt "Nature" im Jahr 2011. Darin stellte er ein neues Verfahren vor, mit dem sich embryonale Stammzellen zu Dopamin produzierenden Nervenzellen heranzüchten lassen. Der Mangel dieses Botenstoffs erzeugt die typischen Parkinson-Symptome wie Händezittern oder Gesichtsstarre.

Der internationale Forschungspreis wird von der Schweizerischen Annemarie Opprecht-Stiftung und Parkinson Schweiz verliehen. Er zeichnet hervorragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Parkinsonkrankheit aus und ist mit 100'000 Franken dotiert. Die Preisverleihung findet am 9. November 2012 in Basel statt.