Solothurner Staatsanwaltschaft
Die grosse Liebe vorgegaukelt und 4.5 Millionen erschlichen: Zwei Schweizer müssen vor Gericht

In einem grossen Wirtschaftsstrafverfahren, in welchem ein Aktienkauf für insgesamt 4.5 Millionen Franken im Zentrum steht, erhebt die Solothurner Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei heute 36-jährige und 42-jährige Schweizer.

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Die Liebe war nur gespielt.

Die Liebe war nur gespielt.

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Gemäss Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hat ein heute 36-jähriger Schweizer nach Absprache mit seinem 42-jährigen Kollegen im Verlauf des Frühjahrs 2013 Kontakt mit einer vermögenden Frau aufgenommen und dieser die grosse Liebe vorgespielt.

Die beiden Beschuldigten haben sich laut Staatsanwaltschaft gemeinsam das Vertrauen der Geschädigten erschlichen und ihr vorgespiegelt, eine Investition in das Unternehmen des 42-Jährigen sei lohnenswert. «Konkret sollen die beiden Beschuldigten die Geschädigte arglistig über den tatsächlichen Wert einer Aktie, über die Zukunftsaussichten des betroffenen Unternehmens sowie über den Verwendungszweck des Kaufpreises getäuscht haben», heisst es in einer Medienmitteilung.

Die falschen Äusserungen der Beschuldigten glaubend, habe die Geschädigte schliesslich insgesamt 4.5 Millionen Franken investiert. Als die Gelder eingingen, leitete der 42-Jährige den Grossteil davon auf andere Konten weiter. Der Zweck: Die Gelder für sich selber, den zweiten Beschuldigten sowie für weitere Dritte zu verwenden.

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen in diesem grossen Wirtschaftsstrafverfahren nun abgeschlossen und erhebt Anklage gegen die beiden heute 36- und 42-jährigen Schweizer wegen mehrfachen Betrugs und weiterer Delikte. Von den investierten Geldern hätten durch die Strafverfolgungsbehörden insgesamt rund 3.3 Mio. Franken sichergestellt werden können.

Die beiden Beschuldigten sind nicht geständig. Der Termin der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht von Dorneck-Thierstein steht noch nicht fest. (mgt/ldu)