Regierungsratswahlen

Stimmbeteiligung wird wohl noch tiefer sein als im ersten Wahlgang

Schon am 12. März war die Stimmbeteiligung an der Regierungs- und Kantonsratswahlen mit nur 35 Prozent sehr tief. Jetzt wird das wahrscheinlich nochmals unterboten: Die Frühlingsferien vermindern das Interesse der Stimmberechtigten noch weiter.

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Im zweiten Wahlgang wird die Wahlbeteiligung noch tiefer sein als im März.

Im zweiten Wahlgang wird die Wahlbeteiligung noch tiefer sein als im März.

Keystone

Nach Stand vom Freitag dümpelt die Stimmbeteiligung für den zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen unterhalb von 30 Prozent. Einige Stimmberechtigte scheinen sich wohl nicht mehr für den zweiten Wahlgang am Sonntag zu interessieren. Beim ersten Wahlgang lag die Stimmbeteiligung bei knapp 35 Prozent.

Am Freitag sind in Olten 27 Prozent der Wahlcouverts zurückgekehrt. Die Stadt hofft, dass am Wahlwochenende pro Tag noch zwei Prozent dazukommen, wie es auf Anfrage heisst. Auch Oensingen muss sich momentan mit rund 27 Prozent zufriedengeben. Im ersten Wahlgang lag das Schlussresultat rund sechs Prozent höher. In der Gemeinde Zuchwil kamen am Freitag etwa 21 Prozent der Couverts zurück und in Derendingen rund 23 Prozent.

«Ich habe das Gefühl, dass in unserem demokratischen System die Stimmbeteiligung über 50 Prozent sein sollte», sagt Solothurns Stadtschreiber, Hansjörg Boll. Effektiv liege sie aber nach seinen Schätzungen bei rund 40 Prozent. Im Vergleich zu den anderen Gemeinden sei dies noch ein relativ guter Wert.

In mehreren Einwohnergemeinden werden als Gründe für den tiefen Stimmcouvert-Rücklauf die Frühlingsferien und das vergangene Osterwochenende genannt. So auch in Gerlafingen. Von rund 2600 Stimmberechtigten haben lediglich 382 Personen – letzte Zählung am Dienstag – ihre Stimme abgegeben. Man müsse nicht immer nur über die Politik reklamieren, sondern auch seine Pflichten erledigen, heisst es auf der Gemeinde. Auch sei es schade für die investierten Materialkosten und den Aufwand, welchen die Wahlhelfer hatten.

In Niedergösgen wird maximal mit einem Fünftel zurückkehrender Couverts gerechnet. Dennoch hofft die Gemeindeverwaltung auf das Wochenende. In Balsthal hat die Gemeinde zwei Kisten mit Couverts erhalten. Wie viele das sind, kann nicht gesagt werden. Auch in Bellach oder Trimbach kann keine Auskunft über die Anzahl zurückgelaufenen Stimmcouverts gegeben werden. Die Auszählung findet erst am Wahlsonntag statt. Tendenziell wird aber mit weniger Stimmzetteln gerechnet als im ersten Wahlgang vom 12. März. (cbs)