Buchegg
Die Versorgung mit Wasser soll im mittleren Bucheggberg sicherer werden

Der Gemeinderat Buchegg stimmt einem Zweckverband für Buchegg, Unterramsern und Lüterswil-Gächliwil zu.

Urs Byland
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Der Eingang zum Reservoir Schöniberg.

Der Eingang zum Reservoir Schöniberg.

Urs Byland

Die Wasserversorgung im Bucheggberg war bisher stark aufgesplittet. Buchegg beispielsweise kämpft mit insgesamt sechs eigenständigen Wasserversorgungen in den Dorfteilen. Zudem verfügt mit Gossliwil nach wie vor ein Dorfteil über keine öffentliche Wasserversorgung.
Nun hat der Gemeinderat Buchegg seine Zustimmung zur Gründung eines Zweckverbandes Wasserversorgung Mittlerer Bucheggberg gegeben.

In diesem Verband sollen die Gemeinden Buchegg, Unterramsern und Lüterswil-Gächliwil ihre Wasserversorgungen vereinen. Noch ist eine wesentliche Statutenänderung nicht bereinigt. Dabei geht es um die Übernahme der Primär- und Sekundäranlagen. Die Gemeinden sollen diese nicht unentgeltlich dem Zweckverband übertragen, sondern in Form eines Darlehens. Diese Änderung muss noch erfolgen, bevor Buchegg definitiv zustimmt. Damit ist auch klar, dass der Zweckverband künftig Eigentümer aller relevanten Anlagen der Wasserversorgung der drei Gemeinden, vom Reservoir bis zum öffentlichen Leitungsnetz, sein wird.

Im dritten Anlauf soll es klappen

Der Verband versorgt im ganzen Verbandsgebiet die Bevölkerung sowie die Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe mit ausreichend Trink- und Brauchwasser. Er sorgt für eine der Lebensmittelverordnung entsprechenden Wasserqualität. Und er gewährleistet im Versorgungsgebiet eine ausreichende Löschwassermenge.

«Das ist der dritte Anlauf in den letzten 25 Jahren für eine gemeinsame Wasserversorgung»

, erklärt Gemeinderat Alex Mann. Mit den Verbindungsleitungen zwischen den Wasserreservoirs werde die Versorgungssicherheit erhöht, wobei das Hauptreservoir, das grösste und am höchsten gelegene Reservoir Schöniberg, auch die Hauptrolle spielen soll. In einer späteren Phase soll dieses noch ausgebaut werden.

Ebenfalls in einer späteren Phase soll zusätzlich eine Verbindungsleitung zur Pumpstation in Kyburg-Buchegg erstellt werden, womit man auch Zugang zur Grenchner Wasserversorgung erhält. Dies würde eine Versorgung mit Wasser in Notlagen ermöglichen. Aber nur in Notlagen, denn: «Im Bucheggberg ist grundsätzlich gutes Wasser vorhanden», sagt Mann.

Gestaffelte Tarife im Wasserverband

Das Wasser soll künftig für alle gleich viel kosten. Die Gebührenordnung sieht einen Staffeltarif vor. Dabei beträgt die Grundgebühr 220 bis 280 Franken. Wer mehr als 50 Kubikmeter Wasser jährlich bezieht, zahlt zusätzlich pro Kubikmeter einen Tarif, der mit grösserem Wasserbezug umso geringer wird.

Warum sollte es jetzt im dritten Anlauf klappen mit dem Zweckverband Wasserversorgung? Mann ist zuversichtlich. «Früher waren um die zehn Gemeinden beteiligt. Heute sind es mit der Fusionsgemeinde Buchegg noch drei.» Im Mai wird die Bevölkerung informiert. Dann wird insbesondere die Organisation des Verbandes detailliert beschrieben. Im Juni sollen die Gemeindeversammlungen über die Gründung des Verbandes befinden. Bei Zustimmung ist im Oktober eine Gründungsversammlung geplant.

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