Geschäftsjahr 2021
Spar- und Leihkasse Bucheggberg: Aktionärinnen und Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung

Die Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG (SLB) berichtet von einem erfolgreichen Geschäftsjahr.

mgt/uby
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Hauptsitz der Spar- und Leihkasse Bucheggberg in Lüterswil-Gächliwil.

Hauptsitz der Spar- und Leihkasse Bucheggberg in Lüterswil-Gächliwil.

Zvg

Die Bilanzsumme betrug per Ende 2021 total 771,7 Mio. Franken. Sie nahm gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert aufgrund gestiegener Hypothekarausleihungen um 18,9 Mio. Franken (+ 2,5%) zu. Der Jahresgewinn stieg dank neuen Erträgen und tieferen Abschreibungen auf 1'143'102 Franken (+ 1,5%). Die Generalversammlung darf am 19. März über eine um 10 Franken höhere Dividende von neu 90 Franken pro Namenaktie abstimmen.

Qualitatives Wachstum bei den Kundenausleihungen

Die Hypothekarforderungen konnten um 29,0 Mio. Franken (+ 5,4 %) auf 569,0 Mio. Franken gesteigert werden. Die Forderungen gegenüber Kunden reduzierten sich durch tiefere Baukredite und die ersten Rückzahlungen von Covid-19-Krediten um 1,6 Mio. auf 34,8 Mio. Franken (- 4,5 %). Gesamthaft stiegen somit die Kundenausleihungen auf 603,8 Mio. Franken an (+ 4,7 %). «Besonders freut uns, dass wir dieses Jahr zahlreiche Neukunden bei ihren Investitionen und Bauvorhaben unterstützen durften», schreibt die Bank in einer Medienmitteilung.

Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen verzeichneten ein Wachstum von 21,1 Mio. Franken (+ 4,0 %). Die nach wie vor sehr tiefen Zinsen führten bei den Kassenobligationen wie bereits im Vorjahr zu einem Rückgang von 6,1 Mio. Franken (- 12,4 %). Die gesamten Kundengelder erhöhten sich um 15,0 Mio. auf 590,5 Mio. Franken (+ 2,6 %).

Die Refinanzierungsquote (Kundengelder in Prozent der Kundenausleihungen) liegt bei 97,8 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 99,9 Prozent. Die Darlehen der Pfandbriefbank sowie die Anleihen der Emissions und Finanz AG liegen mit 89,2 Mio. Franken unverändert auf Vorjahreshöhe. Die Verpflichtungen gegenüber Banken entsprechen der Refinanzierung der Covid-19-Kredite bei der Schweizerischen Nationalbank SNB.

Stärkung der Reserven für allgemeine Bankrisiken

Entsprechend einer vorsichtigen Geschäftspolitik, so die Bank, wurden die Rücklagen um 5,2 Mio. Franken erhöht. Davon stammen 1,8 Mio. Franken aus dem Geschäftsergebnis, 1,1 Mio. Franken aus nicht mehr benötigten Wertberichtigungen sowie 2,3 Mio. Franken aus Rückstellungen, die den Charakter einer stillen Reserve hatten. Sie würden es der Bank ermöglichen, weiterhin angemessen zu wachsen, und seien ein Grund der verhältnismässig hohen Steuerlast. Der Generalversammlung wird zudem eine unveränderte Zuweisung aus dem Gewinn von 550'000 Franken an die freiwilligen Gewinnreserven beantragt. Für die Abschreibungen wurden 548'525 Franken verwendet.

Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft leicht tiefer

In der Erfolgsrechnung liegt der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit 7,9 Mio. Franken über dem budgetierten Ziel, erwartungsgemäss jedoch um 162'001 Franken (- 2,0 %) unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die anhaltend tiefen Marktzinssätze führten trotz Volumenwachstum zu einer Erosion des Zinssaldos. Die Risikoentwicklung der bestehenden Kreditportfolios liess die Auflösung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken im Umfang von 77'040 Franken zu. Daraus resultiert ein Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 8,0 Mio. Franken (- 2,7 %).

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erstmals über Millionengrenze

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft präsentiert sich mit 1'015'050 Franken (+ 6,9 %) erstmals über der Marke von 1,0 Mio. Franken. Dafür verantwortlich sei das Wertschriften- und Anlagegeschäft, welches in den letzten Jahren gezielt gefördert wurde. In Kombination mit den rekordhohen Aktienmärkten und der regen Handelstätigkeit im abgelaufenen Jahr verbesserte sich der Ertrag aus diesem für die Bank wichtigen Bereich um 63'899 Franken (+ 12,1 %).

Der übrige ordentliche Erfolg verbesserte sich um 228'702 Franken (+ 92,0 %). Dafür massgebend war der Liegenschaftserfolg, welcher durch den Zukauf eines Mehrfamilienhauses in Bettlach um hohe 195'587 Franken (+ 107,9 %) zulegte.

Geschäftsaufwand auf tiefem Niveau

Der Personalaufwand reduzierte sich aufgrund eines leicht tieferen Personalbestandes um 50'249 Franken (- 1,7 %). Der Sachaufwand lag um 92'512 Franken (+ 5,0 %) über dem Vorjahreswert. Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit dem Ausbau und dem Betrieb der digitalen Angebote, insbesondere dem in diesem Jahr lancierten Kundenportal. Unter dem Strich resultiert eine leichte Erhöhung des Geschäftsaufwandes um 42'263 Franken (+ 0,9 %). Die Cost-Income-Ratio (Verhältnis zwischen Geschäftsaufwand und operativen Erträgen) beträgt 50,8 Prozent. Dies sei im Vergleich zu Mitbewerbern ein sehr guter Wert.

Der Geschäftserfolg fiel im Vergleich zum Vorjahr um 42'113 Franken (+ 1,1 %) höher aus und betrug 3,8 Mio. Franken. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 17'058 Franken (+ 1,5 %) gegenüber dem Vorjahr. Die ausgewiesenen Eigenmittel steigen unter Berücksichtigung der beantragten Gewinnverwendung auf 70,8 Mio. Franken (Vorjahr 64,4 Mio. Franken).

Der Verwaltungsrat hat aufgrund der unsicheren Lage entschieden, dass die Generalversammlung ohne Anwesenheit der Aktionärinnen und Aktionäre stattfinden wird. Sie können ihre Rechte wie im Vorjahr schriftlich ausüben.