Lüterswil

Bucheggberg möchte Mitsprache in der Regierung

Die Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten sind enttäuscht von der tiefen Stimmbeteiligung.

Marlene Sedlacek
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Mit Marianne Meister hat der Bucheggberg eine eigene Kandidatin für die Regierungsratswahlen.

Mit Marianne Meister hat der Bucheggberg eine eigene Kandidatin für die Regierungsratswahlen.

Hansjörg Sahli

An der Plenumsversammlung der Vereinigung Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB) bedauerte Roger Siegenthaler (Lüterkofen), dass am Wochenende so wenige Wähler und Wählerinnen aus dem Bucheggberg den Weg an die Urne gefunden haben. «Unsere Region ist im Regierungsrat nicht vertreten», beklagte er sich. Wenn jemand bereit ist, die Fahne für den Bucheggberg aufzuhalten, müsste man doch diese Gelegenheit nutzen, ist er der Meinung.

Regierungsratskandidatin Marianne Meister (Messen) versteht nicht, dass es den Leuten gleichgültig ist, ob jemand in der Regierung ihre Interessen vertritt oder nicht. Siegenthaler will die Stimmbürgerinnen und –bürger mit einem Flugblatt auffordern, sich am zweiten Wahlgang für einen Regierungsratssitz aus dem Bucheggberg stark zu machen.

Mittagstisch läuft gut

Das Projekt Mittagstisch des Schulverbands A3 ist gut gestartet und finanziell auf bestem Weg. Nach fünf Monaten Betrieb belaufen sich die Kosten aufgerechnet auf ein Jahr auf knapp 11'000 Franken, anstatt der erwarteten 19'000 Franken. Verena Meyer (Buchegg) stellte den Antrag auf Verlängerung des Projekts um ein Jahr. «Wir möchten noch mehr Erfahrungen sammeln und eine Erhöhung der Elternbeiträge von 12 auf 15 Franken testen», sagte sie.

Es fehlt an Fachkräften

Der Ärztemangel ist im Bucheggberg schon länger ein Thema. Da in den letzten Jahren alle Hausarztpraxen zugemacht haben, spürt auch das MediZentrum, das Christoph Cina in Messen aufgebaut hat, Probleme. Es beschränkt sich auf die Aufnahme von Patienten aus dem Bucheggberg. «Wir haben drei offene Stellen, die wir trotz aktiver Suche nicht besetzen können», bekannte er. «Schweizweit fehlen heute 2000 Ärzte, in 10 Jahren werden es 5000 sein», malte der Mediziner schwarz.

Die Feminisierung in der medizinischen Ausbildung, das Berufsbild Hausarzt als Auslaufmodell und die gesellschaftlichen Veränderungen nannte er als Gründe. Er regte die Gemeindevorstehenden an, für gute Rahmenbedingungen in ihren Dörfern zu sorgen, und durch attraktiven Wohn- und Lebensraum jungen Ärzten das Leben und Arbeiten im Dorf schmackhaft zu machen. Auch politisch müsse Druck gemacht werden.

Im MediZentrum versuche er, mit verschiedenen Massnahmen gute Bedingungen für die medizinische Versorgung auch für ältere Leute zu schaffen. Er habe Jungärzte mit einer top Ausbildung angestellt, Spezialisten böten Sprechstunden an, Ernährungsberatung, Physio- oder Ergotherapie können vor Ort in Anspruch genommen werden, zählte Cina auf.

Aushängeschild für die Region

Fünfmal war Prachtwetter, einmal hat es geregnet. Zur siebten Ausgabe des Slow Up Solothurn-Buechibärg am 28. Mai hofft Präsident Beat Stähli einmal mehr auf Sonnenschein. Er hofft aber auch, dass die Gemeinden wieder etwas an den Slow Up zahlen werden. Obschon sieben grosse Sponsoren den Anlass unterstützen, und ein Eigenkapital von 6500 Franken als Polster für ein Schlechtwetterszenario vorhanden ist, sei die Unterstützung von Kanton und Gemeinden nötig, bemerkte er.

Roger Siegenthaler appellierte an die anwesenden Gemeindepräsidien, ihren Beitrag zu leisten. Denn der Anlass sei ein Aushängeschild für die Region. «Und es ist schön, wenn man sieht, wie sich ganze Dörfer dafür einsetzen», ergänzte er.