Messen

Das Land neben der Mehrzweckhalle soll in erster Priorität der Schule nützen — Alterswohnungen sind zweitrangig

An der Gemeindeversammlung in Messen werden zwei Teilleitbilder und die Erfolgsrechnung 2019 genehmigt.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Neben der Mehrzweckhalle könnten Seniorenwohnungen gebaut werden. Das Land soll aber auch der Schule nützen.

Neben der Mehrzweckhalle könnten Seniorenwohnungen gebaut werden. Das Land soll aber auch der Schule nützen.

Tom Ulrich / fotomtina

«Dass die Rechnungsgemeindeversammlung erst im Oktober stattfindet, gab es wohl noch nie in Messen.» Mit diesen Worten begrüsste Gemeindepräsident Bernhard Jöhr die 31 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung. Dass man in Sachen Coronapandemie in der Zwischenzeit wieder am selben Punkt sei wie im Frühling, sei allerdings bedenklich. «Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die im Frühling ihre Solidarität zum Ausdruck brachten und Hilfe, vor allem für die ältere Bevölkerung, anboten.» Damit leitete er auch bereits zum ersten Traktandum und zur Ortsplanung und der Beschlussfassung zu den beiden Teilleitbildern «Siedlungsentwicklung nach innen» und «Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen» über.

Diskussion um Land neben der Mehrzweckhalle

Nach der Mitwirkung der Bevölkerung wurden diverse Änderungen vorgenommen. Umstritten war vor allem der Vorschlag, in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen bei der Mehrzweckhalle Alterswohnungen zu bauen. Neu soll das Land, das der Kirchgemeinde gehört, in erster Priorität als Reserve für Schulraumbedürfnisse und dabei vor allem für den Kindergarten und einen Mittagstisch genutzt werden. Alterswohnungen werden in zweiter Priorität genannt.

Diverse Änderungen ergaben sich auch bei den Ortskernen. Dabei ging es vorwiegend um die prägenden Freiräume, die ausgeschieden wurden und das Umnutzungspotenzial. «Mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung wurden auch Einzonungsbegehren gestellt. Diese konnten wir kaum berücksichtigen, weil wir wissen, dass der Kanton solche nicht genehmigen wird», erklärte Planerin Susanne Asperger an der Gemeindeversammlung. Zudem werde über parzellenscharfe Massnahmen erst in der Nutzungsplanung diskutiert. Noch befinde man sich in der Revision der Ortsplanung auf einer «hohen Flughöhe».
Rückmeldungen gab es auch in den Bereichen Neubauten, Umbauten, Aussenraum und Solaranlagen. «Hier gab es kritische und auch sehr kontroverse Voten. Im Grossen und Ganzen bekamen wir aber vorwiegend Zustimmung.» Die beiden Teilleitbilder wurden mit einem grossen Mehr von 27 Ja verabschiedet.

Ertragsüberschuss und zusätzliche Abschreibungen

«Wir dürfen heute eine erfreuliche Jahresrechnung präsentieren», erklärte Ressortleiter Adrian Schluep. Die Rechnung habe allerdings zwei Seiten. Die erfreuliche mit dem ordentlichen Haushalt, der sich positiv präsentiere. Daneben aber auch die weniger erfreuliche mit den Spezialfinanzierungen, wo es vor allem im Wasser Probleme gebe. Wegen des Chlorothalonils müsse man einen Verlust von 127'000 Franken zur Kenntnis nehmen. «Wir mussten Wasser zukaufen, weil die Quelle in Etzelkofen nicht mehr genützt werden kann.» Investiert wurde auch ins Leitungsnetz, in dem Lecks geflickt wurden, was sich in der Zukunft wiederum positiv auswirken dürfte.

Finanzverwalter Géo Voumard führte darauf durch die Erfolgsrechnung. Diese weist einen Ertragsüberschuss von 328'712 Franken aus. Deshalb werden 290'000 Franken zusätzlich abgeschrieben und 38'712 Franken dem Eigenkapital gutgeschrieben. Budgetiert war ursprünglich ein Aufwandüberschuss von 232'790 Franken. «Das gute Ergebnis ist vor allem auf Mehreinnahmen bei den Steuern von 292'700 Franken und Minderausgaben im Schulbereich und bei der Feuerwehr zurückzuführen», so Voumard. In den nächsten Jahren werde allerdings der Finanzausgleich für Messen deutlich geringer ausfallen und die Rechnung belasten.Die Erfolgsrechnung wurde einstimmig genehmigt.