FC Riedholz

Der Gemeinderat unterstützt das Erweiterungs- und Sanierungsprojekt des Klubhauses

Statt 200'000 Franken genehmigt er einen Beitrag von 150'000 Franken plus ein zinsloses Darlehen.

Drucken
Teilen
Der Gemeinderat unterstützt das FC-Riedholz-Projekt. (Archivbild)

Der Gemeinderat unterstützt das FC-Riedholz-Projekt. (Archivbild)

Urs Byland

Der FC Riedholz hat die beantragte Unterstützung vom Gemeinderat erhalten. Dieser genehmigte einen Beitrag à fonds perdu von 150'000 Franken sowie ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 50'000 Franken für das Erweiterungs- und Sanierungsprojekt des Klubhauses. Das letzte Wort werden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung haben.

Mehrere Male wurde das Beitragsgesuch bereits im Gemeinderat thematisiert. Der FC Riedholz macht geltend, dass die Infrastruktur nicht mit dem Wachstum des Klubs, insbesondere der Juniorenbewegung (der drittgrössten im Kanton), korrespondiere. Sowohl die Trainingsmöglichkeiten als auch
die Kapazitäten der Garderoben seien längst an die Grenzen gekommen.

«Wir haben die Antworten erhalten, die wir wollten»

Nun hat sich die Gemeinderatsdelegation im Gespräch mit den Verantwortlichen des FC Riedholz mit dem Projekt auseinandergesetzt. «Wir haben die Antworten erhalten, die wir wollten», erklärte Markus Moll. Und Michel Aebi ergänzte, dass man sich anfänglich schwergetan habe, weil es zu einer Verquickung des Platzprojektes mit dem Klubhausprojekt gekommen sei. «Den Landkauf nördlich des jetzigen Fussballfeldes dürfen wir nicht aufrechnen. Das Land gehört künftig der Gemeinde», so Moll.

Zumal das Land, obwohl das Geld von der Gemeindeversammlung bereits gesprochen wurde, noch nicht gekauft werden konnte, so Gemeindepräsidentin Sandra Morstein. Sei doch der Landkauf abhängig von der Ortsplanungsrevision, die noch immer hängig ist. Mit dem Ausbau vom Platz Nord durch die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Fussballclub soll der FC Riedholz zusammen mit dem jetzigen Trainingsplatz West genügend Platz für die Trainings sowie für den Matchbetrieb von Juniorenmannschaften erhalten. Der Platzausbau erfolgt aber nicht in den nächsten fünf Jahren. Dies die weitere Abmachung zwischen der Gemeinderatsdelegation und dem FC Riedholz. Hauptpriorität hätten die Erweiterung des Kabinentrakts sowie die Renovation des Klubhauses mit der 30-jährigen Ölheizung.

Kantonsrat-Kandidatur der Gemeindepräsidentin

Frühzeitig informierte die Gemeindepräsidentin den Gemeinderat, dass sie eine Anfrage erhalten habe, für den Kantonsrat zu kandidieren. Sie müsse aber als Angehörige des Gemeindepersonals vor der Übernahme eines öffentlichen Amtes die Bewilligung des Gemeinderates einholen, wie dies in der Dienst- und Gehaltsordnung der Gemeinde vorgeschrieben ist. Im Begleitbrief erklärt Morstein, dass sie neben ihrer 50- Prozent-Anstellung und dem Pensum als Gemeindepräsidentin (30 Prozent) genug Zeit für die zusätzliche Aufgabe habe.

In der Abstimmung fand sie Unterstützung von vier Gemeinderäten. Der sich enthaltende Martin Reber sagt, dass er mit einer Unterstützung der Gemeindepräsidentin die entsprechende Partei unterstützen würde. «Das will ich nicht, ich will neutral bleiben und nicht das Parteigeplänkel mitmachen.» Er glaube aber auf jeden Fall, dass Morstein über die Kompetenzen für das Amt verfüge. Stephanie Ritschard begründet ihre Enthaltung mit dem 30-Prozent-Pensum der Gemeindepräsidentin: «Sie sagt, das Pensum reiche nicht aus, aber will zusätzlich für den Kantonsrat kandidieren. Das geht für mich nicht auf. Aber in diesem Fall reicht das 30- Prozent-Pensum ja für das Präsidiumsamt.» (uby)