Biberist

Der "Heimetblick" soll seinen Charakter behalten

Das Alters- und Pflegeheim Heimetblick in Biberist wird an- und umgebaut. Das Bauvolumen beträgt 17 Mio. Franken. Baustart soll im Sommer sein.

Rahel Meier
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So soll der Neubau des "Heimetblick" aussehen.

So soll der Neubau des "Heimetblick" aussehen.

Solothurner Zeitung

Wenn alles optimal läuft, dann kann mit dem Neu- und Erweiterungsbau für das Alters- und Pflegeheim (APH) Heimetblick im Sommer begonnen werden. «Wir haben das Baugesuch eingereicht», so Heinz Schürch (Stiftungsrat APH) an einer Informationsveranstaltung für die Quartierbewohner. «Nun warten wir auf die öffentliche Auflage und die Genehmigung.» Noch ausstehend sei zudem die formelle Genehmigung des Gestaltungsplanes durch den Regierungsrat. Kurt Wyss (Brügger Architekten, Thun) hofft, dass die Bauarbeiten Ende 2022 oder spätestens im Frühling 2023 beendet werden.

Damit der Heimbetrieb möglichst geordnet weitergeführt werden kann, wird als erstes der Neubau mit 40 Plätzen für Demenzkranke erstellt. Dieser wird östlich des heutigen Heimes gebaut. Geplant ist ein Massivbau mit Holzfassade und kleinen geschützten Aussenbereichen. Das Gebäude ist gestaffelt angeordnet. Wegen der Hanglage erscheint es im Süden dreigeschossig, im Norden aber nur zweigeschossig. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage erstellt.

Im Innern sind die Zimmer der Bewohner in Gruppen angeordnet. Diese liegen jeweils um einen gemeinsamen Aufenthaltsbereich herum. «Lange Korridore erinnern an ein Spital. Das wollen wir vermeiden. Unsere Korridore sind nur kurz», erklärt Wyss. Östlich des Gebäudes soll zudem ein Demenzgarten mit einem Wegsystem gestaltet werden.

Heim wird mit dem Neubau nicht vergrössert

Wenn der Neubau fertig erstellt ist, werden die Bewohner in ihre neuen Zimmer zügeln. Danach werden Sanierungsarbeiten im Altbau, der stehen bleibt, ausgeführt. Als nächstes steht der Abbruch des heutigen Traktes für die Demenzkranken an. Als letztes wird dann ein neuer eingeschossiger Verbindungsbau zwischen dem Neubau und dem Bau, der erhalten bleibt, erstellt. Dieser dient als Eingang und soll gleichzeitig die neue Cafeteria und den Aufenthaltsraum für die Bewohner beherbergen. Gegen den Innenhof hin wird der Neubau verglast. Die Küche bleibt im Altbau und wird mit der Cafeteria verbunden.

Da der Neubau in den Osten zu stehen kommt, wird der Aussenbereich nach Abschluss der Bauarbeiten fast doppelt so gross wie heute. Damit wird der Charakter des heutigen Baus aufgenommen. «Wir sind ein kleines Heim am Dorfrand mit einem Hofcharakter», so Schürch. Er erklärte weiter, dass das Heim nicht vergrössert wird. «Die Bettenzahl bliebt gleich.» Deshalb werde es auch nicht mehr Autofahrten durch das Quartier geben.

Mehrfahrten gibt es aber während der Bauzeit. Man versuche den Baustellenbetrieb so zu organisieren, dass die Anwohner im Quartier, aber auch die Heimbewohner möglichst wenig gestört werden. So werde man den Bauarbeitern einen Parkplatz zur Verfügung stellen, damit diese ihr Auto nicht im Quartier abstellen.

Schürch und Wyss versicherten zudem, dass der Grossteil der Arbeiten durch lokale Bauunternehmen ausgeführt werden. Immerhin geht es um ein Volumen von insgesamt 17 Mio. Franken.