Langendorf

Die Lücke in der Jugendarbeit ist geschlossen

Die zwei neuen Jugendarbeiterinnen stellten sich und ihre Projekte im Gemeinderat Langendorf vor.

Nadine Schmid
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Die zwei neuen Jugendarbeiterinnen Ramona Jaggi und Pia Amann springen vorläufig bis Sommer für den bisherigen Jugendarbeiter ein.

Die zwei neuen Jugendarbeiterinnen Ramona Jaggi und Pia Amann springen vorläufig bis Sommer für den bisherigen Jugendarbeiter ein.

Hanspeter Bärtschi

Die beiden neuen Jugendarbeiterinnen, Pia Amann und Ramona Jaggi, stellten sich im Gemeinderat vor. Sie übernehmen, laut Gemeinderätin Monika Roth Mock, vorläufig bis in den Sommer die Stellvertretung für den aus gesundheitlichen Gründen abkömmlichen Jugendarbeiter. «Wir sind gut gestartet. Die Besuchszahlen waren sehr zufriedenstellend. Es ist sehr viel Potenzial vorhanden», erklärte Amann motiviert.

Bisher habe es von den Schülern kein negatives Feedback bezüglich das nahen Containers gegeben. «Aber vielleicht ändert sich das, wenn es wärmer wird, und man sich wieder vermehrt draussen aufhält», so Amann. Die Jugendarbeiterinnen möchten in den nächsten Monaten mit Midnight Sports und einer neuen Homepage zwei neue Projekte realisieren. Zudem haben sie laut Monika Roth auch ein Angebot für Mädchen auf die Beine gestellt.

Schulhaus-Brunnen defekt

Der Brunnen zwischen Schulhaus C und D ist sehr wahrscheinlich wegen defekten Leitungen dauernd verdreckt. Er soll abgerissen, und nachdem die Leitungen kontrolliert sind, ersetzt werden. «Ein Brunnen ist etwas Sinnvolles», hält Bauverwalter Urs Zaugg fest. Es wird einen neuen Brunnen geben, jedoch soll noch auf die Schulraumerweiterung gewartet werden, da sich die Position des Brunnens noch ändern könne.

In Sachen Schulraumerweiterung befindet sich die Gemeinde in einem sehr engem Zeitplan. Der Gemeinderat hat den Studienauftrag mit Dialogverfahren genehmigt, sodass die Ausschreibung erfolgen kann. Mit dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) kam es jedoch zu Differenzen.

Dieser hatte nämlich mehrere Forderungen gestellt. Auf die meisten ging die Gemeinde ein: So würde sich die Gemeinde unter anderem mit der Definition vom Urheberrecht der SIA und mit ihrer Honorarformulierung einverstanden erklären. Statt des Dialogverfahrens forderte die SIA weiter ein offenes Verfahren, doch das wird nicht umgeändert. Der Gemeinderat würde eine Genehmigung von der SIA begrüssen, jedoch sieht er deren Zugeständnis nicht als Bedingung. Sollte die SIA die revidierte Fassung ablehnen, so würde der Gemeinderat sich der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren zuwenden.

Anpassungen bei Bushaltestelle

Bei der Bushaltestelle «Chutz» gibt es inzwischen eine kleine Entlastung, insofern die Linie 2 ein bisschen weiter oben hält, bis die Linie 1 vorbeigefahren ist. Jedoch würden sich noch nicht alle Chauffeure daran halten. Die BSU hat inzwischen einen weiteren Vorschlag angebracht: Anstatt bei dieser Haltestelle zu warten, könne die Linie 2 eine Schlaufe ziehen und beim Bahnhof warten, um im Anschluss wieder nach oben zu fahren.

Jedoch müsse hierfür ein Teil des Inselis entfernt werden, damit der Bus bei der Haltestelle «Ladendorf» wenden kann. Aber beide Varianten seien nicht ideal. Der Gemeinderat wird sich für einen Ausbau der Linie nach Rüttenen einsetzen, der wenn möglich beim nächsten Fahrplanwechsel erfolgen soll.

Delta-Areal soll Mischzone sein

Der Teilzonen- und Gestaltungsplan zum Delta-Areal wird zur zweiten kantonalen Vorprüfung eingereicht. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die Hauptänderung: Das Delta-Areal soll eine Mischzone werden. Das Gebiet wird sich demnach aus Gewerbe und Wohnbauten zusammensetzen.

In einer Mischzone muss der Mieter in Sachen Lärm etwas mehr erdulden als in einer reinen Wohnzone, die Emissionsziffer liegt in einer Mischzone bei der Stufe drei, in einer Wohnzone auf Stufe zwei. Dem Gemeinderat ist ein grosses Anliegen, dass der Lärmpegel für die Bewohner im erträglichen Rahmen bleibt.

Grundversorgung sichern

Im zweiten Obergeschoss des Gemeindehauses sind eine Zahnartpraxis und eine Hausarztpraxis eingemietet. Der Zahnarzt, Hans Beat Kunz, überlegt sich, in Pension zu gehen und seine Praxis einem Nachfolger zu übergeben, der sich bereits beworben hat. Der Hausarzt Michael Fluri würde seine Praxis aber gerne erweitern und eine Gruppenpraxis einrichten. Der Gemeinderat findet es zwar wichtig, eine Zahnarztpraxis in der Gemeinde vorweisen zu können, jedoch gewichtet er die medizinische Grundversorgung höher. «In den letzten zwei Jahren wurden in Nachbarsgemeinden zwei Arztpraxen geschlossen, drei weitere werden in ein bis zwei Jahren folgen, eine davon liegt in Langendorf», hielt Gemeindepräsident Hans-Peter Berger fest. Eine Möglichkeit, die Zahnarztpraxis im Dorf zu halten, wäre
jedoch, dass der Nachfolger von Kunz eventuell in die Praxis von Hausarzt Andreas Weiss zieht, sobald dieser seine Praxis schliesse. Der Zahnarzt müsse so oder so viel Geld investieren, denn die Räumlichkeiten in der bisherigen Zahnarztpraxis haben
inzwischen ein gewisses Alter erreicht. (nsg)