Konzert

Die Musikgesellschaft Messen hat die neue Halle musikalisch erobert

Die Musikgesellschaft Messen konzertierte in der neuen Mehrzweckhalle und überraschte alle mit einem Tanz.

Hans Blaser
Drucken
Teilen
Die Musikgesellschaft Messen, dirigiert von Walter Krebs, bot an ihrem Konzert viel Abwechslung.

Die Musikgesellschaft Messen, dirigiert von Walter Krebs, bot an ihrem Konzert viel Abwechslung.

Hans Blaser

Im Bestreben, das legendäre Jugendblasorchester vielleicht doch wieder auferwecken zu können, sind die Bucheggberger Musikvereine interessiert, dem Ensemble der Musikschule Bucheggberg einen kurzen Auftritt zu ermöglichen. Dessen Leiter Bernhard Wüthrich engagiert sich mit viel Aufwand und Einsatz dafür. Die Jugendlichen geniessen an ihren Auftritten viel Aufmerksamkeit. In Messen begannen sie mit «Rocking Vogellisi». Ganz anders klang danach «Just a Closer Walk with Thee». Dabei wagte Mara Clément ein beachtliches Posaunensolo.

Die Musikgesellschaft Messen (Leitung Walter Krebs) eröffnete ihr Konzert mit «Cutting Winds» von Armin Kofler. Es ist eine Eröffnungsfanfare aus dem Jahr 2012 für einen Anlass in Toblach 2013. Siegmund Andraschek, auch ein Österreicher, steuerte die Blasorchesterfassung eines Traditionals aus Brunei bei. Ein erster Höhepunkt wurde «Diogenes» von Jacob de Haan. Es ist ein gefälliges Stück mit einem etwas holzdominierten Mittelteil. Es enthält aber auch ein schönes Trompetensolo, ein witziges Duett für Piccolo und Flöte, sowie weitere Wettbewerbspassagen. Das alles meisterten die Messener so sicher, dass sie sich entspannt mit «Mars der Medici» von Johan Wichers in die Pause begeben konnten.

Verstärkung nach unten

Normalerweise gibt es in Messen ein Solo. Das könnte – besonders im Jahr der Klarinette – durchaus auch ein Klarinettensolo sein. Die Klarinette als Instrument war damit gesetzt. Engagiert hat sich das ganze Klarinettenregister. Und es suchte Verstärkung nach unten. So überragte eine schöne und seltene Holz-Kontrabassklarinette nicht nur das Klarinettenensemble, sondern auch den ganzen Verein.

Ihr Bläser anerbot sich nämlich gleich für das ganze Konzert und nicht nur für die beiden Ensemblestücke. Diese gaben jedoch dem Konzert einen exklusiven Anstrich. Sowohl der «Ungarische Tanz Nr 5» von Johannes Brahms wie der «St. Louis Rag» von Tom Turpin wurden zwei musikalische Leckerbissen.

Messen goes Hollywood

Wie man sich das von den Messnern gewohnt ist, wurde der zweite Konzertteil einem Motto untergeordnet. Das hiess diesmal «MG Messen goes Hollywood». Damit war schon von vornherein klar, woher die Inspirationen kommen. Vorsichtig wurde der Teil mit «Chariots of Fire» angegangen. Dem Arrangeur Rieks van der Velde gelang es ausgezeichnet, die bekannte Komposition von Vangelis blasmusikalisch zur Geltung zu bringen.

Zum Ende hin durften sich endlich auch die Saxofone bemerkbar machen. Die hatten sich bis dahin schön diskret im Tutti versteckt. Lorenzo Bocci hatte ein Einsehen mit ihnen. In seinem Arrangement zu Frank Stallones «Far From Over» blühten sie auf. Auch bei der Zugabe blieben die Messener beim Film. Geschrieben wurde sie von Lalo Schifrin für den Film «Mission Impossible». Für Blasorchester arrangierte sie John Ryan.

Ein Versprechen eingelöst

Dann löste die MG Messen ein altes Versprechen ein. Erst auf der grösseren Bühne in der neuen Halle würde die MG den von der Gemeindepräsidentin Marianne Meister geforderten Tanz aufführen können. Nun – gleich beim ersten Konzert in der neuen Halle löste sie das Versprechen ein. Die Instrumente wurden weggelegt und die MG Messen wurde völlig überraschend zu eingespielter Konservenmusik «The Walker» zur rockigen und schliesslich noch bunten Tanzformation.