Gerlafingen

«Endlich wieder einmal live spielen»: Das Badi Sounds war an beiden Tagen ausverkauft

Das vierte Open-Air-Festival «Badi Sounds» in Gerlafingen fand am Freitagabend letzter Woche statt und war mit 250 Tickets pro Abend an beiden Tagen ausverkauft.

Vanessa Simili
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Aufgeräumte Stimmung am «Badi Sounds» in Gerlafingen.
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Das Publikum verteilte sich über das Gelände.
«Die Leute sind rücksichtsvoll und sehr entspannt», kommentiert André Zaugg aus Leimiswil, der die Tickets kontrolliert.
Das Wetter scheint mitzuspielen, jedenfalls für den Start.
Badi Sounds 8
Im alten Peugeot von «Le Schnauz» bereiten Joelle Hutedel und ein Mitarbeiter Crêpes zu.

Aufgeräumte Stimmung am «Badi Sounds» in Gerlafingen.

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Freitagabend, kurz vor Türöffnung: Ein Dutzend Festivalbesucherinnen und -besucher jeden Alters stehen vor dem Eingang zur Badi Eichholz. Pünktlich um 18.30 Uhr gibt J.J. Flueck, Hauptinitiator des Festivals «Badi Sounds», dem Kassenpersonal ein Startzeichen, der Einlass beginnt. Die Besucher zeigen ihr vorab erworbenes Ticket und tragen ihren Namen und ihre Telefonnummer in die Liste ein. Das gehört zum Schutzkonzept des Anlasses.

Auf der gedeckten Bühne ist die zweiköpfige Band Finrey beim Soundcheck. Festivalatmosphäre kommt langsam auf. Das Wetter scheint mitzuspielen, jedenfalls für den Start.

«Endlich wieder einmal live spielen»

Der Gitarrist und Sänger Peter Finc und der Schlagzeuger Tim Frey freuen sich auf ihren Auftritt. «Endlich wieder live spielen», klingt es unisono. Dass man die beiden Badener in Gerlafingen noch nicht kennt, stört sie nicht. Im Gegenteil: «Das ist immer eine Gelegenheit, sich ein neues Publikum zu erspielen.»

Dieses Jahr hat man die Bühne näher zum Restaurant geholt. Ebenfalls eine Coronamassnahme. Die Küche braucht fliessendes Wasser, das hätte am ehemaligen Platz nicht gewährleistet werden können. Roland Winz, der Wirt des Badirestaurants, ist seit der ersten Ausgabe des Festivals fester Bestandteil davon. Er hat neben dem Üblichen zusätzlich noch ein Curry mit Reis im Angebot. Knapp zwei Stunden nach Türöffnung ist es ausverkauft.

Im alten Peugeot von «Le Schnauz» bereiten Joelle Hutedel und ein Mitarbeiter Crêpes zu. «Wir leben davon, dort zu arbeiten, wo die Leute sind», so ihr Partner Florian Stüdeli. Seit fünf Jahren betreiben sie zusammen den Foodtruck. «Unser Hauptgeschäft ist das Catering», sagt er. Dieses sei seit Mitte März komplett weggefallen. Dadurch hätten sie dieses Jahr zum ersten Mal die Kapazität gehabt, am Festival anwesend zu sein. Die Stimmung gefällt ihnen. Sie können sich vorstellen, auch künftig mit dabei zu sein. Die zweite Band des Abends ist J.J. Fluecks Hausband «Tribute 2 Prince». Das Publikum strömt näher an die Bühne. Der Regen setzt ein, wird stärker. Die Kinder und Jugendlichen wickeln sich in Decken und Schlafsäcke ein. «Den Regen tanzen wir weg», hatte Damian Kofmel aus Biberist vom Organisationsteam gerufen, als er die Band ansagte. Das Publikum hat sich das offenbar zu Herzen genommen.

Das vierte Open-Air-Festival Badi Sounds war mit 250 Tickets pro Abend an beiden Tagen ausverkauft. «Wir mussten Leute nach Hause schicken», ist von André Zaugg aus Leimiswil zu erfahren. Er kontrolliert die Tickets, die es dieses Jahr ausschliesslich im Vorverkauf gab. «Die Leute sind rücksichtsvoll und sehr entspannt», sagt er.