Feldbrunnen-St. Niklaus

Forderungen sind erfüllt: Einsprache gegen asm-Projekt ist gegenstandslos

Der Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus hat sich mit der der Aare Seeland mobil (asm) geeinigt. Damit werde auch die Einsprache der Gemeinde gegenstandslos. Schon nächstes Jahr könnte gebaut werden.

Rahel Meier
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Unabhängig von den weiteren Umbauten wird die Haltestelle in Feldbrunnen zurzeit neu gebaut.

Unabhängig von den weiteren Umbauten wird die Haltestelle in Feldbrunnen zurzeit neu gebaut.

Rahel Meier

Ein grosser Teil der beanstandeten Punkte für das Bauprojekt rund um das Bipperlisi seien verbessert worden, so Gemeindepräsidentin Anita Panzer. So wird es keinen Maschendrahtzaun quer durch das ganze Dorf geben. «Der Zaun wurde optisch geändert und auch verkürzt.» Zudem ist die asm angehalten die Schranken nur «kürzest möglich» zu schliessen. Konkret sei es so, dass die Schranken bei der Rötistrasse und der Sandmattstrasse gleichzeitig schliessen würden.

Je nachdem, aus welcher Richtung der Zug komme, gebe es an einer der beiden Schrankenanlagen relativ lange Wartezeiten. «Das wiederum könnte zu Stau auf der Baselstrasse führen», so Panzer. Die asm sei deshalb dazu angehalten, dies technisch nachzubessern. Auch sei zugesichert worden, dass das Bipperlisi auf dem Gemeindegebiet von Feldbrunnen nicht mehr als 50 km/h fahre. Ein Thema waren auch die akustischen Warnsignale. Diese werden in der Nacht reduziert. «Die asm muss zudem mit den Anwohnern Kontakt aufnehmen und allenfalls Nachbesserungen ausführen.»

Gegen die Baupläne wurde auch von privater Seite eingesprochen. Anita Panzer war am Montagabend nicht bekannt, ob die Privaten ihre Einsprachen zurückziehen.

Baselstrasse wird saniert

Schon nächstes Jahr soll die Baselstrasse saniert werden. Anita Panzer informierte ihre Ratskollegen über ein Gespräch mit den kantonalen Behörden. Die Sanierung sei nicht ganz einfach. Zuerst sollte der Verkehr über die Möslistrasse umgeleitet werden. «Aber das ist unmöglich», so Panzer. Das haber nun auch der Kanton eingesehen. Könne der Verkehr nicht umgeleitet werden, dann verlängere sich die Bauzeit von einem Jahr auf das Doppelte. Geprüft werde nun eine Umleitung über Luterbach oder mindestens eine Teilumleitung. «Der Lastwagenverkehr wird sowieso via Luterbach geführt.» Mit der Sanierung der Strasse soll auch die Sanierung der Bahnübergänge ausgeführt werden. «Wir könnten zudem gleichzeitig gewisse Leitungen sanieren.»

«Wir wollen mehr wissen»

Für Kammersrohr steht die Türe in Feldbrunnen-St. Niklaus grundsätzlich offen. Allerdings möchte der Gemeinderat mehr wissen, bevor er Ja sagt zu einer allfälligen Fusion. «Wir müssen uns heute auch noch nicht entschieden», so Anita Panzer. Dass Feldbrunnen und Kammersrohr keine gemeinsame Grenze haben, sei kein Hinderungsgrund für eine Fusion, so Panzer weiter. Allerdings gäbe es einiges zu regeln.

So sei Kammersrohr schulisch im Unterleberberg eingebunden und auch für die Feuerwehr bestünden Verträge. Zudem müsse definiert werden ob und wo Investitionsbedarfs bestehe. Bei den Strassen beispielsweise. Adrian Zbinden bat darum, dass die Demografie der Bevölkerung angesehen werden sollte. Thomas Schluep wies auf die Wasserversorgung hin. Kammersrohr beziehe sein Wasser aus einer Quelle und habe keine Infrastruktur.