Langendorf
Jeden Tag eine Geschichte: Im neuen Buch wird die nordische mit unserer Weihnachtstradition verbunden

Barbara Friis aus Langendorf verbindet in ihrem Adventskalender-Geschichten-Buch die nordische mit der hiesigen Weihnachtstradition.

Christian Sutter
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Die Weihnachtswichtel ziehen vom Wald in den Dachboden eines Hauses.

Die Weihnachtswichtel ziehen vom Wald in den Dachboden eines Hauses.

zVg

Mit «Weihnachtswichtel auf dem Dachboden» hat die Autorin Barbara Friis eine lang gehegte Idee umgesetzt. Das Buch erschien Mitte November pünktlich vor Beginn der Adventszeit. Denn es ist eine fortlaufende Adventskalender-Geschichte mit Abschnitten für jeden Tag vom ersten bis 24. Dezember.

Die mit einem Dänen verheiratete Autorin lebte zehn Jahre in Dänemark und greift mit ihrer Kindergeschichte Elemente aus der nordischen Weihnachtstradition auf, angefangen mit den Figuren der Wichtel selbst.

Barbara Friis, Autorin

Barbara Friis, Autorin

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In nordischen Ländern seien Wichtel weit verbreitet, erklärt Friis. «Bei uns in den Geschäften sehen wir im Zusammenhang mit Weihnachtsmustern und Figuren immer mehr Elemente aus skandinavischen Ländern», hält die Autorin weiter fest. Sie spricht dabei die zunehmende Vermischung von Kulturen und Figuren rund um Weihnachten an, etwa der uns hier bekannte «Samichlaus» oder der Weihnachtsmann, wie er aus den USA und in den nordischen Ländern vom Nordpol kommt.

Die Wichtel waren am Nordpol in der Lehre

Die Wichtel in der Geschichte von Friis waren beim Weihnachtsmann am Nordpol in der Lehre, um Weihnachtswichtel zu werden. Bei uns angekommen, wollen sie nun unseren Samichlaus kennen lernen.

Somit verbindet Friis nordische Tradition mit unseren Traditionen, indem die Weihnachtswichtel vom Wald in ein Dorf ziehen. Dort richten sie sich auf dem Dachboden eines Hauses ein und wollen den Menschen den Sinn von Weihnachten wieder näherbringen. Weihnachtswichtel reisen immer im Advent vom Wald zu den Menschen und halten auf Dachböden Einzug.

Die Wichtel wollen in den Menschen die Freude und den Sinn für Weihnachten wieder wecken. Mit der Absicht, den verlorenen Sinn von Weihnachten zurückzubringen, schafft Friis zudem einen Gegenwartsbezug.

Wichtel spielen Streiche

Die Menschen glauben vorerst aber nicht an die Wichtel. Deshalb spielen die Wichtel vom Dachboden aus Streiche. Sie lassen etwa Mehl als Schnee fallen, verstecken Dinge oder lassen sie verschwinden. Nach und nach merken die Bewohner des Hauses, dass das da auf ihrem Dachboden tatsächlich Wichtel sind.

Nun stellen sie den Wichteln deren Lieblingsspeise Milchreis auf den Dachboden. Als Dank dekorieren die Wichtel das Haus weihnachtlich, oder es liegt ab und zu ein kleines Geschenk bereit. Auf diesem Weg verbreiten sie Weihnachtsstimmung im ganzen Haus.

Friis hat die Wichtel- Figuren selbst gemacht

Ihre Geschichte hat Friis mit Fotos bebildert, die immer die Wichtel zeigen. Menschen sind nicht abgebildet. Die muss man sich in ihrem Haus selber vorstellen. Mit viel Aufwand hat die Autorin die Wichtel selber hergestellt. Gekaufte Grundfiguren aus Holz hat sie abgeändert, Kleider genäht und gestrickt und sie ihren Vorstellungen zu ihrer Geschichten angepasst. Die Autorin verrät bereits, dass ein zweites Buch in Arbeit ist. Darin erzählt sie, was die Wichtel in verschiedenen Jahreszeiten in dem von Menschen gemachten Weltgeschehen erleben.

Hinweis

Das Buch erschien im Rediroma Verlag. Es ist unter www.rediroma-verlag.de und www.amazon.de erhältlich. Oder kann direkt per Mail adventswichtel2020@gmail.com bestellt werden.