Bellach

Maschinen und Aufträge der Lanco werden versteigert

Im Fall der konkursiten Lanco AG in Bellach geht es vorwärts: Heute Freitag wird der Schuldenruf im Handelsamtsblatt publiziert. Am Montag wird unter möglichen Käufern von Aktiven eine Versteigerung durchgeführt.

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Mit Lanco verschwindet eine Firma, die einst zur Branchenspitze gehörte.

Mit Lanco verschwindet eine Firma, die einst zur Branchenspitze gehörte.

Hanspeter Bärtschi

Im publizierten Schuldenaufruf werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen innert eines Monats beim Amt zu melden. Das erklärt auf Anfrage Martin Schmalz, Chef des Kantonalen Konkursamtes. Die vom Konkurs betroffenen Mitarbeitenden könnten nun die vor der Konkurseröffnung Anfang April nicht bezahlten Forderungen wie Anteil 13. Monatslohn, Ferien- und Überzeitguthaben geltend machen. Dasselbe gelte für Forderungen während der Kündigungsfrist. Die ordentlichen Löhne seien bis und mit März 2015 bezahlt worden.

Neue Arbeitsplätze gefunden

Für den Erwerb von Aktiven wie Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge, Ersatzteillager und laufende Aufträge hätten mehrere Interessenten konkrete Angebote unterbreitet. Ihnen habe man die jeweiligen Höchstangebote mitgeteilt. «Unter denjenigen möglichen Käufern, die unter Berücksichtigung der Höchstangebote weiterhin Aktiven erwerben wollen, wird das Konkursamt am kommenden Montag eine interne Versteigerung durchführen», so Schmalz.

Erst nach Abschluss der Versteigerung und des Schuldenrufes liessen sich Angaben über die Konkursdividende machen. Der Konkurs der Lanco wird im summarischen Verfahren durchgeführt. Dieses verlaufe rascher, einfacher und kostengünstiger als das ordentliche Verfahren. «Die Gläubiger werden aber in diesem Fall nicht schlechtergestellt.»

Als erfreulich beurteilt Martin Schmalz, dass «nach seinen Informationen zahlreiche Mitarbeitende bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben». Zahlen könne er allerdings keine nennen. Diese kann auch das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) nicht liefern. Es sei aber denkbar, dass mit der Übernahme von laufenden Aufträgen teilweise auch Mitarbeitende mitübernommen würden, sagt AWA-Chef Jonas Motschi. Am 31. März hatte das Management der Lanco AG – die Firma baute Montage- und Bestückungssysteme – überraschend die Bilanz deponiert (wir berichteten). Einen Tag später eröffnete der Richter den Konkurs wegen Überschuldung. 50 Angestellte verloren ihren Job. (FS)