Biberist

Nicht nur die Gebäude der Überbauung «Schöngrün» nehmen Kontur an

Die ersten Wohnungen im «Schöngrün» sind vermietet. Auch für Kindertagesstätte und die alte Scheune sind Betreiber gefunden.

Rahel Meier
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Die Gebäude der Überbauung Schöngrün wachsen in die Höhe. Hier ein Augenschein im August 2019.
23 Bilder
Auf Baustellenrundgang: In der Einstellhalle gibt es noch Hindernisse zu überwinden
Gemeinschaftsraum im Generationenhaus
Projektleiter Benjamin Bartmann führt durch den Rohbau
Eine Wohnung im Rohbau
Ausblick auf den bogenförmigen Bau
Ausblick auf den bogenförmigen Bau
Projektleiter, Benjamin Bartmann ist zufrieden mit dem Stand der Bauarbeiten
Blick auf die zukünftige Kindertagesstätte Chinderland
Die Räumlichkeiten der Kita Chinderland liegen auf mehreren Stockwerken
Die Räumlichkeiten der Kita Chinderland Rundgang Ueberbauung Schöngrün: Die Räumlichkeiten der KITA CHinderland
Sarah Thurnheer von der Kita Chinderland Rundgang Ueberbauung Schöngrün: Sarah Thurnheer von der KITA Chinderland
Die Räumlichkeiten der Kita Chinderland
Die Räumlichkeiten der Kita Chinderland
Der Estrich des Gutshofes. Hier ist schön zu sehen, wie das Gebäude immer wieder angebaut wurde.
Wolfgang Antz (Bimano Bern) und Jasmin Blaser (neue Geschäftsführerin) vor der Boulder-Halle
Die Scheune wird zur Boulder-Halle
Einfahrt in die Tiefgarage
Projektleiter Benjamin Bartmann führt durch die Tiefgarage
Die Tiefgarage Rundgang Ueberbauung Schöngrün: Die Tiefgarage
Rundgang Ueberbauung Schöngrün
Die Gebäude wachsen in die Höhe
Die Gebäude wachsen in die Höhe

Die Gebäude der Überbauung Schöngrün wachsen in die Höhe. Hier ein Augenschein im August 2019.

Hanspeter Bärtschi

Nicht nur die Gebäude im «Schöngrün» wachsen in die Höhe. Auch die verschiedenen Projekte innerhalb der Überbauung nehmen Gestalt an. Mitte August wurde mit der Erstvermietung der rund 160 Wohnungen begonnen, die ab September 2020 bezugsbereit sind. Bereits gibt es über 50 Bewerbungen. «Wir haben die Grundrisse und Grössen der Wohnungen sehr verschieden gestaltet, sodass für alle etwas dabei ist», erklären Projektentwickler Benjamin Bartmann und Asset Manager Pascal Messmer, die vonseiten der Axa das Projekt Schöngrün verantworten.

Die Bauherrin hat versprochen, dass die Überbauung zu einem Zentrum für alle werden soll. Dies geschieht unter anderem mit dem Fussweg, der aus der Stadt, durch das Areal bis ins Gisihübeli und den nahen Wald führt. Quer durch die Überbauung wird eine Joggingstrecke gelegt. Dazu kommt ein Outdoor-Fitnesspark, der nicht nur den Bewohnern offen steht. Auf gutem Weg sind zudem die Kindertagesstätte und das Café (siehe Infoboxen). Auch in der Boulder-Halle sollen unterschiedlichste Menschen gemeinsam ihre Freizeit verbringen können.

Bouldern in der ehemaligen Scheune

In der grossen Scheune, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde und die als Ensemble gemeinsam mit dem Gutshof und dem Stöckli auf dem Areal stehen bleiben soll, wird man schon bald klettern können. Geplant ist der Einbau einer Boulder-Halle. Jasmine Blaser, die man vom Boulderraum im Alten Spital als Kursleiterin kennt, wird die Geschäftsleitung der neuen Halle übernehmen. «Als ich die alte Scheune das erste Mal sah, wusste ich, dass das genau der Raum ist, den ich mir schon lange als Boulder-Halle vorgestellt habe.» Die neue Halle wird in Zusammenarbeit mit «Bimano» aus Bern gebaut. Wolfgang Antz ist einer der drei Inhaber von «Bimano» und hat Erfahrung in diesem Business. «Wir werden die Halle bauen und gestalten, aber eine Geschäftsführerin vor Ort einsetzen.» Neben den Boulderrouten soll ein Indoor-Spielplatz für die Kleinen und ein Bistro eingebaut werden.

Zentraler Platz beim ehemaligen Gutshaus

Diese Angebote werden alle rund um den Platz mit der grossen Linde und dem Kopfsteinpflaster gruppiert. «Hier soll das eigentliche Herz der Überbauung entstehen», so Bartmann. «Ein Ort, an dem man sich begegnet.»

Hinter dem Gutshof wird ein Gemeinschaftsgarten angelegt, der von allen Bewohnern benutzt werden kann. Vorgesehen sind auch Gemeinschaftsräume, die je nach Bedürfnis der Bewohner genützt werden können. «Das kann beispielsweise eine Werkstatt sein, oder ein Malatelier.» Wer Besuch hat, der kann zudem ein eigens eingerichtetes Gästezimmer mit Küche und Bad mieten. Es wird Platz für vier Personen bieten.

Die Axa hat weiter eine spezielle App eingerichtet, mit der die Bewohner untereinander kommunizieren, oder beispielsweise das bereits erwähnte Gästezimmer mieten können. Auch die Reservation des Elektroautos oder der beiden Cargo-Elektro-Bikes wird via App möglich. «Das Schöngrün liegt nahe an Bahnhof und Bushaltestelle. Wir möchten deshalb ein Auto zur Verfügung stellen für diejenigen, die künftig auf ihr Fahrzeug verzichten, aber trotzdem ab und zu ein Auto nützen möchten.»

Weiterer Standort für die Kindertagesstätte Chinderland

Von Anfang an wollten die Projektverantwortlichen der Axa im «Schöngrün» eine Kindertagesstätte anbieten. Sie gelangten deshalb an Sarah Thurnheer, die die Kindertagesstätte (Kita) Chinderland in Biberist betreibt. Sie war von Anfang an begeistert von der Idee. «Die Überbauung im Schöngrün soll zu einem generationenübergreifenden Lebensort werden. Das entspricht meiner Vision», erklärt sie. Genau so wie Senioren vermehrt am allgemeinen Leben teinehmen sollten, stellt sie sich dies auch für Kinder vor.

Lage des ehemaligen Guthofs ist ideal

Der ehemalige Gutshof sei ideal. «Er liegt zentral, damit die Eltern ihre Kinder bringen können. Man ist aber auch sehr schnell im Grünen oder im Wald.» Das «Chinderland» wird nach naturpädagogischen Grundsätzen geführt. Aufgenommen werden Kinder ab drei Monaten bis zum Schuleintritt. Im Schöngrün sollen nach einer Aufbauphase zwei Mal 12 Plätze angeboten werden.

Zusätzlich zum Kita-Betrieb wird Sarah Thurnheer im Ostflügel des Gebäudes ein vegetarisches Café mit Mittagstisch betreiben. In der Restaurant-Küche sollen künftig auch die Mahlzeiten für die Kita-Kinder gekocht werden. Als drittes Standbein wird Thurnheer zudem im «Stöckli» einen Bio-Laden einrichten, in dem Produkte aus der Region verkauft werden sollen.

Gemeinschaftlich leben im Generationenhaus

Auch das «Generationenhaus» nimmt Formen an. Im Haus 64, das direkt am Quartierplatz gelegen ist, wird im Erdgeschoss eine Gemeinschaftsküche mit grossem Ess- und Wohnraum eingerichtet. Dazu kommt eine grosse Gartenterrasse. In den oberen Geschossen werden elf Wohnungen mit 2 1/2 oder 3 1/2 Zimmern gebaut. Diese sind normal ausgebaut, bis auf die Küche, die redimensioniert wird.
«Wir suchen Menschen jeglichen Alters, die sich auf diese Wohnform freuen», erklärt Asset Manager Pascal Messmer. Wer ins Generationenhaus ziehen möchte, muss sich allerdings speziell bewerben. «Die Bewohnerinnen und Bewohner sollten einigermassen zueinander passen, damit sich schliesslich alle wohl fühlen.» Die Hausregeln werden beispielsweise gemeinsam aufgestellt. Aus diesem Grund wird das Wohn-Projekt zu Beginn auch von einem Coach vor Ort begleitet.