Horriwil

Steuersatz muss nicht angehoben werden – Gemeinde genehmigt das Budget

In Horriwil genehmigte die Gemeindeversammlung das Budget. Da das Dorf in guten Zeiten Geld zur Seite gelegt hat, muss der Steuersatz (122 Prozent) nicht angehoben werden.

Hans Peter Schläfli
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Die Hauptstrasse in Horriwil wurde saniert.

Die Hauptstrasse in Horriwil wurde saniert.

Hanspeter Bärtschi

An der Gemeindeversammlung wurden als Erstes den 55 Stimmberechtigten drei Investitionskredite vorgelegt. «Bereits 2015 haben wir einen Kredit von 316 000 Franken gesprochen, damit die Sicherheit der Hünikenstrasse durch den Bau eines Trottoirs verbessert wird. In der Zwischenzeit wurden auch die Haupt- und die Hersiwilerstrasse miteinbezogen», erklärte Gemeindepräsident Martin Rüfenacht. Deshalb seien nun weitere 335 000 Franken nötig. Dann machte er den Horriwilern Hoffnung: «Nach dem neusten Kantonsratbeschluss müssen die Gemeinden keine Beiträge mehr an die Sanierung der Kantonsstrassen leisten. Ich rechne damit, dass wir klar günstiger wegkommen.» Der Kredit wurde einstimmig gutgeheissen.

Kredit für Ortsplanung

Auf der Kantonsstrasse wurden bereits 49 Leuchtpunkte auf LED umgerüstet. Nun sollen die restlichen 105 Lampen auf den Gemeindestrassen modernisiert werden. Die neuen Lampen werden zwischen 22.30 und 5 Uhr gedämpft leuchten, um den «Lichtsmog» zu verringern. Beim Stromverbrauch erwartet Ressortleiter Cyrill Spirig eine Einsparung von 60 Prozent. Auch dieser Kredit über 90 000 Franken wurde diskussionslos genehmigt.

«Nach 18 Jahren ist eine Revision der Ortsplanung dringend nötig», erläuterte Spirig das dritte Geschäft. «Das räumliche Leitbild haben wir bereits. Dieses sieht vor, dass Horriwil von heute rund 870 Einwohnern bis 2035 auf etwa 1000 wachsen wird. Zu diesem Zweck soll verdichtetes Bauen möglich werden.» Der Kredit von 120 000 Franken wurde mit 54 Stimmen bei einer Enthaltung genehmigt.

Erstmals einbezahlt

«Wir haben zum ersten Mal 12 000 Franken in den Finanzausgleich einbezahlt. Früher erhielten wird noch über 300 000 Franken. Das ist die Konsequenz aus den guten Jahren, die wir erleben durften», sagte der Gemeindepräsident beim Traktandum Budget. Pro Einwohner habe Horriwil rund 4400 Franken auf die Seite gelegt. Das Budget 2019 und der gleichbleibende Steuersatz von 122 Prozent sowohl für natürliche als auch für juristische Personen wurden einstimmig genehmigt.

Danach verwandelte sich die Gemeindeversammlung in eine Informationsveranstaltung. Ressortleiter Alain Hofer sprach über die geplante Fusion der Sozialregionen Wasseramt Ost und Süd. «Es ist Zeit, das System zu überdenken. Die Kosten für den Verwaltungsapparat haben sich innert weniger Jahre verdoppelt.» Pascal Kissling stellte das Projekt der neuen Dreifachhalle vor, die in Subingen aber gleich angrenzend an Horriwil beim Oberstufenzentrum gebaut wird. Gemeinderat Peter Looser kündigte an, dass Horriwil möglicherweise eine ultraschnelle 5G-Antenne für den Mobilfunk bekommen könnte. «Ein Telekom-Anbieter hat uns angefragt und wir prüfen, ob es sinnvoll ist, eine solche Antenne aufzustellen.»

Cyrill Spirig kündigte an, dass eine Spezialkommission Ideen sammeln und ein Konzept erstellen soll, damit man den Schulhausplatz zu einem Dorftreffpunkt entwickeln kann. Der «Eispark Horriwil», den Men Beglinger vorstellte, würde perfekt zur Idee passen. Im nächsten Oktober soll eine Kunststoffbahn während fünf Wochen das «Schliffisele» in Horriwil ermöglichen.