Kriegstetten

Tempo 30 wird in den Quartieren flächendeckend eingeführt

In Kriegstetten genehmigte die Gemeindeversammlung das Tempo 30-Verkehrsprojekt, das rund ums Schulhaus gar eine Tempo 20-Zone vorsieht.

Nadine Schmid
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Gefährlich ist es aktuell für den Langsamverkehr beispielsweise in der Schulhausstrasse.

Gefährlich ist es aktuell für den Langsamverkehr beispielsweise in der Schulhausstrasse.

Urs Byland

«Die Reduktion hat viele Vorteile: Es wird für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer, es gibt weniger Abgase und weniger Lärm», erklärte Gemeindepräsident Simon Wiedmer den 69 anwesenden Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung. Fahre man 30, so sei die Unfallgefahr 40 Prozent tiefer, da der Bremsweg beträchtlich kürzer sei. Mit der Einführung der Tempo 30-Zone auf sämtlichen Quartierstrassen will der Gemeinderat eine einheitliche Regelung und so einer möglichen Verwirrung vorbeugen.

Die Gegner empfanden die Sicherheit bei manchen der Strassen genügend hoch. Doch mit nur gerade mal 8 Nein stimmte die Versammlung den Argumenten des Gemeinderats deutlich zu. Auch dem Antrag eines Stimmbürgers, rund ums Schulhaus eine Begegnungszone und entsprechend Tempo 20 einzuführen, wurde stattgegeben. Mehrmals wurde der Gemeinderat von Seiten Versammlung darum gebeten, sich auch für Sicherheitsmassnahmen gegenüber dem Kanton bei der Hauptstrasse einzusetzen. Der Rat versprach, dem nachzukommen.

Wohl keine Kostenbeteiligung

Die Gemeindeversammlung hat auch die Kredite für die Sanierungen an der Alten Gerlafingenstrasse und der Schläflistrasse bewilligt. Weiter wurde positiv über die Totalsanierung des Kantons an der Haltenstrasse abgestimmt und damit über den Kostenanteil, der Kriegstetten nach noch geltendem Recht bezahlen müsste.

Die Gemeinde wird jedoch diese 223'300 Franken wahrscheinlich nicht übernehmen müssen. Dies wegen des aktuellen Beschlusses des Kantonsrats, die Gemeinden von der Kostenbeteiligung bei Strassensanierungen zu befreien.

Steuern gesenkt

Das Budget 2019, dessen Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von rund 255'000 Franken abschliesst, wurde einstimmig durchgewunken, genauso die Steuersenkung für natürliche und juristische Personen von 124 auf 119 Steuerpunkte. Bei diesem Geschäft gab es einige kritische Voten. Gefragt wurde, ob eine Senkung realistisch sei, da die Gemeinde nach wie vor Schulden habe und womöglich einmal höhere Investitionen anfallen könnten. Es wurden Zahlen gewünscht, die aufzeigen, dass man tatsächlich in ein paar Jahren die Steuern nicht wieder erhöhen müsse.

Der Gemeinderat gab eine positive Einschätzung ab: Wegen den verbesserten wirtschaftlichen Verhältnissen, dem stabilen Investitionsvolumen, unter der Berücksichtigung des Finanzausgleichs und des wachsenden Eigenkapitals sei es der richtige Moment für eine Steuersenkung. Auch würde die Überbauung Linde der Gemeinde neue Einwohner bringen. Zudem profitieren die Einwohnerinnen und Einwohner von Kriegstetten in den nächsten fünf Jahren aufgrund der Mehrpachtenentschädigung der AEK von einer günstigeren Stromrechnung.

Der Gemeinderat informierte auch über aktuelle Begebenheiten. So sei noch nicht klar, wann die Sanierung der Haltenstrasse beginne, und wie genau die Absperrung aussehen wird. Genauso wenig weiss er über die Poststelle des Dorfes Bescheid, da die Post bisher nicht weiter informiert habe. Der provisorische Kreisel beim Dorfplatz wird auf unbestimmte Zeit verlängert und ein wenig Richtung Bank verschoben. Auch werde darauf hin gearbeitet, dass er in ein Definitivum umgewandelt wird.